Im September knapp 2,8 Millionen arbeitslos

Berlin - Die Konjunkturaussichten trüben sich ein - auf dem Arbeitsmarkt ist davon zur Zeit allerdings noch nichts zu spüren. Die Herbstbelebung fällt im September offenbar stärker aus als Bankenvolkswirte bisher angenommen haben.

Der Herbstaufschwung hat die Zahl der Arbeitslosen im September nach dpa-Informationen unter die Marke von 2,8 Millionen gedrückt. Das wären etwa 150 000 bis 160 000 Arbeitslose weniger als im August. Die Entwicklung würde damit die von Großbanken und Konjunkturforschern prognostizierten Rückgang sogar noch übertreffen. Die Fachleute gehen von etwa 2,825 Millionen Erwerbslosen für September aus. Die offiziellen Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Donnerstag in Nürnberg bekanntgeben.

Trotz sich eintrübender Konjunktur bleibt unterdessen die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland weiterhin auf Rekordniveau. Im September habe die Zahl der offenen Stellen so hoch wie nie gelegen, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) bei der Veröffentlichung ihres Stellenindexes BA-X am Mittwoch in Nürnberg. Der entsprechende Index kletterte nochmals um einen Punkt auf einen Wert von 171 - dies sind 28 Punkte mehr als vor einem Jahr.

Das große Stellenangebot zeige, dass es vielen Unternehmen immer schwerer falle, die passende Fachkraft zu finden; oft blieben Stellen deswegen längere Zeit unbesetzt, was die Zahl der offenen Stellen zusätzlich in die Höhe treibe. “Perspektivisch bleibt allerdings abzuwarten, ob und inwieweit die Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland wieder sinken lässt“, betont die Bundesagentur einschränkend.

Den größten Bedarf an Arbeitskräften habe weiterhin die Zeitarbeit; gut jede dritte Stelle werde aus dieser Branche gemeldet. Viele freie Stellen gebe es auch im Groß- und Einzelhandel, in der Gastronomie sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.

dpa

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