Laut Medien

Siemens-Personalchefin tritt vorzeitig ab

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Brigitte Ederer

München - Überraschende Nachricht: Siemens-Vorstandsmitglied Brigitte Ederer wird einem Bericht zufolge vorzeitig aus ihrem Amt ausscheiden.

Siemens-Vorstandsmitglied Brigitte Ederer scheidet einem Berichten zufolge überraschend vorzeitig aus ihrem Amt aus. Das wolle der Siemens-Aufsichtsrat bei seiner Sitzung an diesem Mittwoch (18.9.) beschließen, hieß es in Berichten der Online-Ausgabe der österreichischen „Kronen Zeitung“ sowie der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ/Mittwochsausgabe). Bei dem Unternehmen war dazu am Dienstagabend keine Stellungnahme zu erhalten. Personalchefin Ederer und die zum Jahresende scheidende Barbara Kux sind die beiden einzigen Frauen im zehnköpfigen Vorstand des Elektrokonzerns.

Der Vertrag von Ederer würde eigentlich noch bis Mitte 2015 laufen. Den Berichten zufolge soll sie nun bereits Ende September das Unternehmen verlassen. Die Position des Arbeitsdirektors solle Ederers Vorstandskollege Klaus Helmrich übernehmen, hieß es in der „SZ“.

Den Berichten zufolge soll ausgerechnet die IG Metall auf einen Rückzug der Österreicherin und Sozialdemokratin gedrängt haben. Bei der Gewerkschaft war am Dienstagabend für eine Stellungnahme niemand erreichbar. Allerdings hatte auch Siemens-Chefkontrolleur Gerhard Cromme vor einiger Zeit in einem Interview des „manager magazins“ über Pläne zur Verkleinerung des Vorstands gesprochen.

In dem Bericht von „krone.at“ hieß es, ein Rückzug Ederers sei nach dem erzwungenen Abgang ihres Landsmannes Peter Löscher vom Siemens-Chefposten bereits erwartet worden. Löscher hatte Ende Juli nach einem heftigen Machtgerangel den Vorstandsvorsitz an Joe Kaeser abgeben müssen, der bisher das Finanzressort von Siemens verantwortete.

Wer ist im DAX?

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Zu seinem Amtsantritt hatte Kaeser erklärt, nun zuallererst wieder Ruhe ins Unternehmen bringen zu wollen. Ein möglicher vorzeitiger Abgang Ederers dürfte aber für weiteren Zündstoff bei Siemens sorgen.

dpa

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