Sparer müssen bluten

Verlieren Zypern-Sparer bis zu 60 Prozent?

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Sparer in Zypern müssen wohl mit großen Verlusten rechnen.

Nikosia - Für das EU-Rettungspaket sollen die Anleger auf Zypern weit stärker bluten als zunächst angekündigt. Das gilt vor allem für den, der über 100.000 Euro bei der Bank of Cyprus hat.

Mit bis zu 60 Prozent Verlust müssen diese Sparer rechnen, wie am Samstag in Nikosia bekannt wurde. Die Belastung großer Vermögen mit einer Zwangsabgabe ist Teil der Bemühungen Zyperns, den Eigenanteil von 5,8 Milliarden Euro für das Rettungspaket aufzubringen. Im Gegenzug soll der kleine Inselstaat zehn Milliarden Euro Hilfskredite aus dem Euro-Rettungsfonds ESM bekommen.

Das Hilfspaket hatten die Euro-Finanzminister und der Internationale Währungsfonds zu Wochenbeginn ausgehandelt. Bis Donnerstag hatte die Regierung in Nikosia die Banken des Landes geschlossen gehalten, weil es einen Ansturm der Sparer befürchtete.

Bevor die Geldhäuser wieder öffnen durften, ordnete sie strikte Auflagen für den Geldverkehr an: Bürger und Unternehmer dürfen zunächst nur 300 Euro pro Tag abheben, für Kreditkartenzahlungen im Ausland gibt es eine Obergrenze von 5000 Euro und Reisende, die das Land verlassen, dürfen maximal 1000 Euro in bar mitnehmen.

AP

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