Sportwagenbauer Koenigsegg kauft Saab

+
Der schwedische Sportwagenhersteller Koenigsegg kauft Saab.

Stockholm - Der schwer angeschlagene schwedische Autobauer Saab wird laut Medien vom heimischen Sportwagenhersteller Koenigsegg übernommen.

Wie der TV-Sender SVT am Donnerstag berichtete, stehen auch norwegische Investoren hinter der Übernahme. Saab mit 4000 Beschäftigten ist bisher eine Tochter des insolventen US- Autoherstellers General Motors (GM).

Das schwedische Unternehmen wird seit Jahresbeginn selbst von einem Insolvenzverwalter geführt. Einzelheiten über den Verkaufspreis und Zukunftspläne wurden nicht mitgeteilt. Ein Regierungssprecher in Stockholm erklärte, dass staatliche Garantien für den Fall einer Saab-Übernahme vorbereitet würden. Die Verhandlungen über Details der Übernahme sollten bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein, hieß es in Stockholm.

Koenigsegg stellt exklusive Sportwagen in kleiner Stückzahl im südschwedischen Ängelholm her. Seit dem Beginn der Krise und dem massiven Einbruch des Saab- Absatzes hatte die Stockholmer Regierung alle Hilfsleistungen für das Unternehmen abgelehnt. Sie begründete ihre Haltung mit dem Fehlen eines realistischen Zukunftskonzeptes neuer Eigner.

Als zentrales Problem für einen Käufer gelten die hohen Schulden von Saab bei der bisherigen US-Mutter GM. Sie belaufen sich auf 90 Prozent der Gesamtschulden von zehn Milliarden Kronen (900 Mio Euro). Das schwedische Unternehmen hat seit den 1990er Jahren fast durchgängig Verluste eingefahren. Initiativen für eine gemeinsame Zukunft mit der bisherigen GM-Tochter Opel blieben ergebnislos.

dpa

Meistgelesene Artikel

Arbeitslosenzahlen sinken auf 2,53 Millionen

Nürnberg - Ganz so kräftig wie in den Vormonaten gingen die Arbeitslosenzahlen im November nicht mehr zurück. Für ein neues Rekordtief reichte es …
Arbeitslosenzahlen sinken auf 2,53 Millionen

Post-Chef: Paketmenge wird weiter kräftig wachsen

Der Online-Handel wächst und wächst. Die Deutsche Post profitiert kräftig von der stetig steigenden Zahl der Pakete. Auch wenn Händler wie Amazon …
Post-Chef: Paketmenge wird weiter kräftig wachsen

VW-Vorstände zahlten Reisekosten zurück

Berlin/Wolfsburg - Vorstände des Autokonzerns Volkswagen haben im Jahr 2014 nach internen Beratungen Reisekosten zurückgezahlt. Zugleich gab es einen …
VW-Vorstände zahlten Reisekosten zurück

Kommentare