Steinbrück gegen Euro-Ausschluss Griechenlands

Essen - Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich auch der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) gegen einen Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone und für einen Schuldenschnitt ausgesprochen.

Griechenland müsse unter dem Rettungsschirm bleiben, sagte Steinbrück am Montag bei einem Vortrag in Essen. Erneut sprach sich der SPD-Politiker für einen Schuldenschnitt aus.

“Griechenland ist pleite. Es ist langsam Zeit, sich das einzugestehen“, sagte Steinbrück, der als Kanzlerkandidat seiner Partei gehandelt wird. Ein Rettungsschirm nach dem anderen helfe allein nicht weiter. Bei einem Schuldenschnitt müssten den Banken, die Griechenland-Anleihen hielten, Möglichkeiten zur Rekapitalisierung eröffnet werden. Griechenland brauche aber nicht nur Hilfen, um seine Schulden bedienen zu können. Die Europäer müssten der griechischen Wirtschaft helfen, “wieder Wind unter die Flügel zu bekommen“.

Die Europäische Zentralbank müsse von den Staatsanleihen befreit werden, die sie in den vergangenen Monaten aufgekauft habe, sagte Steinbrück weiter. Sie sollte die Anleihen an den europäischen Stabilitätsfonds abgeben, um wieder in eine neutrale Position zu kommen.

dpa

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