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Stolperfallen beim Stromanbieterwechsel: Das ist zu beachten

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Beim Stromanbieterwechsel ist einiges zu beachten.

Wenn der Energieversorger zu teuer ist, lohnt es sich, über einen Stromanbieterwechsel nachdenken. Doch Vorsicht vor vermeintlichen Schnäppchen: Auch auf dem Strommarkt ist man vor dubiosen Geschäftspraktiken nicht gefeit. Was Sie beachten sollten, lesen Sie hier.

Darauf sollten Sie beim Stromanbieterwechsel achten

Wie das Vergleichsportal Verivox 2015 mitteilte, seien zum Jahreswechsel die Strompreise von mehr als 100 Energieversorgern erhöht worden. 2016 liegt der durchschnittliche Strompreis für Privatkunden bei 28,69 Cent pro Kilowattstunde. Das hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) ermittelt. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh zahle laut BDEW monatlich knapp 84 Euro für seine Stromrechnung. Wenn der eigene Anbieter zu teuer ist, lohnt es sich, über einen Stromanbieterwechsel nachzudenken. Doch Vorsicht: Wer auf der Suche nach einer günstigeren Alternative ist, gerät hin und wieder an Strom-Betrüger. Auf diese Abzockmaschen sollten Sie achten:

Bonus für Neukunden

Wenn ein Stromanbieter mit einem großzügigen Bonus lockt, sollten Verbraucher hellhörig werden. Denn damit lässt sich nur unter bestimmten Voraussetzungen bares Geld sparen. Eine Prämie winkt, wenn man in den letzten sechs Monaten vor Vertragsabschluss kein Kunde beim neu gewählten Anbieter war. Den Neukunden-Bonus gibt es entweder nach einem Jahr oder als Sofortbonus direkt nach dem Stromanbieterwechsel. Wenn Sie jedoch ein Produkt bezogen haben, das der Stromversorger unter verschiedenen Marken vertreibt, gibt es kein Geld. Auch verweigern viele Stromanbieter die Prämien, wenn man noch innerhalb des ersten Jahres kündigt.

Lange Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen

Vertragslaufzeiten von bis zu 24 Monaten und lange Kündigungsfristen sind auch im Stromgeschäft keine Seltenheit. Dies ist vor allem dann ärgerlich, wenn schon frühzeitig Probleme zwischen Verbraucher und Anbieter auftreten. Aus dem Vertrag kommen Betroffene dann oftmals nur mit anwaltlicher Hilfe raus.

Vorauszahlungen

Vorsicht vor Tarifen mit Vorkasse: Wer seine Stromlieferung für das ganze Jahr im Voraus zahlt, geht das Risiko ein, am Ende doppelt so tief in den Geldbeutel greifen zu müssen. Geht der Energieversorger insolvent, bleibt nicht nur die bereits beglichene Stromlieferung aus – auch der neue Anbieter will bezahlt werden.

Strompakete

Bei einem sogenannten Pakettarif erhalten Sie eine feste Menge Strom für einen bestimmten Zeitraum. Braucht man das Strompaket nicht auf, verfällt der Rest und man kassiert keine Rückerstattung für den nicht verbrauchten Strom. Wird jedoch mehr Strom verbraucht, als im Paket enthalten, sind Mehrverbrauchsschläge fällig – und die haben es in sich! Schließen Sie ein Strompaket nur dann ab, wenn Sie Ihren durchschnittlichen Stromverbrauch kennen und sicher voraussehen können.

Ökostromtarife

Umweltbewusste Verbraucher bevorzugen elektrische Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Fast alle Stromversorger bieten deshalb heutzutage Ökostromtarife an. Aber nicht alle Angebote halten, was sie versprechen. Denn nicht immer kommt am Ende auch wirklich Ökostrom aus der Steckdose. Strom von Energielieferanten, die auch an Kohlekraftwerken und Atomenergie verdienen, stammt meist aus älteren Wasserkraftwerken – der Nutzen für die Umwelt steigt dadurch nicht. Bei der Wahl des Tarifs sollte deshalb darauf geachtet werden, dass der Strom aus möglichst neuen Anlagen erzeugt wird.

Tipp: Wenn man den Stromanbieter wechseln will, sollte man sich nicht sofort für den erstbesten Energielieferanten entscheiden, sondern verschiedene Angebote mit Hilfe von Vergleichsportalen prüfen. Lesen Sie sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter im Vorfeld genau durch – auch das Kleingedruckte. So vermeiden Verbraucher böse Überraschungen und Abzocke beim Stromanbieterwechsel.

Von Sabrina Meußel

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