Mehr als 100 Flüge gestrichen

Streik der Fluglotsen in Italien

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Rom - Chaos an den Flughäfen, mehr als 100 gestrichene Verbindungen und Tausende wartende Passagiere: Italiens Fluglotsen haben mit einem Streik kurzzeitig einen Teil des Flugverkehrs lahmgelegt.

Weit über 100 Flüge von und nach Italien sind am Samstag wegen eines Streiks der Fluglotsen in dem Land gestrichen worden. Am Flughafen Rom-Fiumicino fielen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mehr als 50 Verbindungen aus, Europas größte Billig-Airline Ryanair meldete 96 gestrichene Flüge. Für insgesamt vier Stunden legten die Mitarbeiter der italienischen Flugsicherung Enav am Nachmittag im ganzen Land ihre Arbeit nieder. Auch zwölf Flüge der deutschen Lufthansa von und nach Italien fielen deshalb aus.

Am Flughafen Catania in Sizilien wurden laut Ansa insgesamt 42 Verbindungen gestrichen, in Venedig waren es 20, im norditalienischen Bergamo 37. Insgesamt beteiligten sich etwa 35 Prozent der dazu aufgerufenen Mitarbeiter an den Arbeitsniederlegungen, wie die Enav am Abend nach dem Ende des Streiks mitteilte.

Italiens größte Fluggesellschaft Alitalia hatte bereits zuvor angekündigt, Flüge zu verschieben, um die Auswirkungen zu reduzieren. Zudem wurden betroffene Passagiere vorab kontaktiert und über Alternativen informiert. Dennoch bildeten sich vor den Informationsschaltern vielerorts lange Warteschlangen. Dutzende Flüge waren verspätet, Reisende mussten teils mehrere Stunden warten.

Bei der britischen Fluggesellschaft Easyjet, die wie Ryanair ebenfalls vor erheblichen Verspätungen warnte, fielen bis zu 60 Flüge aus. In einer Stellungnahme hieß es: „Wir tun, was wir können, um die Auswirkung für unsere Kunden so klein wie möglich zu halten, und wir bieten jedem, der in dieser Zeit nach oder von Italien fliegt, an, den Flug ohne Gebühr auf einen anderen Tag umzubuchen.“

Eine British-Airways-Sprecherin sagte, die Fluglinie setze wo möglich größere Flugzeuge ein und habe Flüge verschoben, um die Folgen des Streiks gering zu halten. Die Airlines empfahlen ihren Passagieren, sich über die jeweilige Website regelmäßig über den Status ihres Fluges zu informieren.

dpa

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