Streikdrohung für Bahn-Nahverkehr ab August

Berlin - Die Gewerkschaften drohen in den Sommerferien mit Streiks im Schienen-Nahverkehr. Davon ist nicht nur die Deutsche Bahn, sondern auch ihre Konkurrenz betroffen.

“Wenn die Arbeitgeber bei ihrer starren Ablehnung eines neuen Branchentarifvertrages bleiben, wird es von August an zu Arbeitskampfmaßnahmen kommen“, sagte der Sprecher der Gewerkschaft Transnet, Michael Klein, dem “Westfalen-Blatt“. Die Friedenspflicht bei der Deutschen Bahn ende am 31. Juli. Erst dann habe es Sinn, auch bei den Privatbahnen zu streiken.

Klein sagte der Nachrichtenagentur dpa, bei den bisherigen Verhandlungen seien die Privatbahnen nicht bereit gewesen, einen Tarifvertrag auf dem Niveau der Bahntochter DB Regio abzuschließen. Dies sei aber das Ziel der Gewerkschaften. “Wir wollen Wettbewerb über das Lohnniveau verhindern“, fügte er hinzu.

Transnet und die GDBA, die im Dezember zu einer neuen Verkehrsgewerkschaft verschmelzen wollen, dringen auf einen Branchentarif für die Gesamtbelegschaften. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) streitet hingegen für einen Flächentarifvertrag nur für Lokomotivführer und Zugbegleiter.

dpa

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