Tarifverhandlungen für Papierindustrie vertagt

Darmstadt - Die Tarifverhandlungen für die rund 40 000 Beschäftigten der Papierindustrie sind am Montag in Darmstadt vertagt worden. Nach Ansicht der Gewerkschaft malen die Arbeitgeber die Lage zu schwarz.

Die Arbeitgeber hätten kein Angebot beziffert, teilte die Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie (VAP) nach dem Ende der ersten Gesprächsrunde mit. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fordert rund sechs Prozent mehr Geld. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Die nächste Runde ist am 18. November in Köln geplant.

Bei ihrer Forderung nach mehr Löhnen und Gehältern verlangt die Gewerkschaft, die Bezüge der unteren Gruppen ebenfalls um den Geldbetrag zu erhöhen, den die oberen Bereiche bekommen würden. Die Arbeitgeber teilten mit, eine überproportionale Erhöhung der unteren Lohngruppen fördere die Auslagerung geringer qualifizierter Tätigkeiten. Zudem habe sich die Ertragslage der Branche durch gestiegene Rohstoffpreise, hohe Energiekosten und unzureichende Verkaufspreise deutlich verschlechtert. Nach Ansicht der Gewerkschaft malen die Arbeitgeber die Lage zu schwarz.

dpa

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