Schlechte Prognose

Tengelmann-Chef: Kaufhäuser stehen vor Aus

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Sieht für Kaufhäuser schwarz: Karl-Erivan Haub, Inhaber der Tengelmann-Gruppe.

Düsseldorf - Der Inhaber der Tengelmann-Gruppe, Karl-Erivan Haub, gibt den klassischen Kaufhäusern mit einem breiten Warenangebot angesichts der Konkurrenz aus dem Internet keine Zukunft.

„Ich befürchte, dass auch die Zeit der Kaufhäuser vorbei ist“, sagte Haub dem Düsseldorfer „Handelsblatt“ (Montagausgabe). Gerade das Sortiment der Kaufhäuser mit Kleidung, Schuhen, Elektronik und Büchern verkaufe sich im Internet sehr gut.

„Die Sensation des Kaufhauses ist heute keine mehr, wenn ich mir im Internet eine Million Produkte anschauen kann“ erklärte Haub. Früher seien Kaufhäuser das Maß der Dinge gewesen, heute seien es Onlineshops wie Zalando, an dem Tengelmann beteiligt ist, mit 1.000 Marken und 150.000 verschiedenen Artikeln.

Für den deutschen Einzelhandel erwartet der Tengelmann-Chef nach den Pleiten von Schlecker und Neckermann für 2013 eine weitere Marktbereinigung. „Wir haben in Deutschland immer noch Überkapazitäten bei der Verkaufsfläche“, sagte Haub. „In Summe bräuchten wir 25 bis 30 Prozent der Fläche gar nicht.“ Vor allem bei Textilhändlern und Baumärkten gebe es zu viel Fläche.

dapd

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