Toyota erwägt "Not-Aus" für seine Autos

New York - Der von gefährlichen Pannen heimgesuchte japanische Autohersteller Toyota arbeitet fieberhaft daran, seine Wagen sicherer zu machen.

Im Notfall sollen Fahrer ihr Auto leichter zum Stehen bringen können. Toyota erwäge, den Startknopf derart umzubauen, dass ein dreimaliges Drücken den Motor ausschaltet, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag.

Bislang muss der Knopf drei Sekunden lang kontinuierlich gedrückt bleiben. Sicherheitsexperten hatten die Funktion bereits früher kritisiert, weil sie in Notsituationen unbrauchbar sei. Weil Toyotas sich nicht mehr anhalten ließen, soll es bereits mehrere Tote gegeben haben.

Der Konzern muss mehr als acht Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und gefährlich rutschender Fußmatten zurückrufen. In beiden Fällen lassen sich die Autos schlimmstenfalls nicht mehr auf gewöhnlichem Wege stoppen, sondern beschleunigen kontinuierlich weiter.

Fehlerhafte Bremsen bei mehreren Hybridfahrzeugen, darunter dem Verkaufsschlager Prius, kamen jüngst verschärfend hinzu. Hier müssen 437 000 Wagen in die Werkstätten. Toyota rechnet mit einer Milliardenbelastung wegen des Debakels. Bereits im Januar waren die Verkäufe drastisch zurückgegangen.

dpa

Meistgelesene Artikel

Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Frankfurt/Main - Weniger Passagiere an Deutschlands größtem Flughafen: Vor allem Streiks und die Angst vor Terroranschlägen haben dem Frankfurter …
Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Abgas-Skandal: Winterkorn in massiver Erklärungsnot

Wolfsburg - Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW soll der frühere Vorstandschef Martin Winterkorn deutlich früher über die Vorgänge …
Abgas-Skandal: Winterkorn in massiver Erklärungsnot

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Kommentare