Nach Abgas-Skandalen

Umfrage: Deutsche wollen schmutzige Diesel-Autos verbannen

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Der Umwelthife zufolge verpesten die heutigen Euro-6-Diesel-Pkw die Luft in Deutschlands Städten 70 Mal mehr als moderne Benzin-beziehungsweise Benzin-Hybrid Fahrzeuge. 

Berlin - Die Mehrheit der Deutschen ist dafür, Dieselautos mit hohem Schadstoffausstoß aus Stadtteilen mit besonders schlechter Luft zu verbannen. Das ergab eine Umfrage.

59 Prozent sprachen sich in einer Umfrage im Auftrag von Greenpeace dafür aus, dass schmutzige Diesel in belasteten Quartieren nicht mehr fahren sollten. Nach der "Blauen Plakette", die lokale Fahrverbote ermöglichen könnte, fragte das Institut Emnid nicht. Das Projekt der Länder-Umweltminister liegt derzeit auf Eis, nachdem es viel Widerstand gegeben hatte. Die Umfrage lag der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag vor.

Knapp ein Jahr nach Bekanntwerden des VW-Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerte ließ Greenpeace zudem fragen, was die Deutschen von der Aufklärungsarbeit des Verkehrsministers halten. 62 Prozent bewerteten die Arbeit von Alexander Dobrindt (CSU) in diesem Bereich als "eher schlecht" oder "sehr schlecht". Gut die Hälfte (52 Prozent) ist zudem der Meinung, die Bundesregierung nehme bei der Einführung und Überprüfung von Abgas-Grenzwerten zu viel Rücksicht auf die Autobranche.

"Schmutzige Diesel haben keinen Platz in modernen Städten", kommentierte Greenpeace-Energieexperte Niklas Schinerl die Ergebnisse. "Statt vor der Autolobby zu kuschen, muss Verkehrsminister Dobrindt den Weg frei machen für eine wirksame "Blaue Plakette"." Der Aufklärungswille des Ministers in der Diesel-Affäre grenze an Arbeitsverweigerung.

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