Auch andere deutsche Hersteller tun sich schwer

US-Automarkt brummt - doch VW verkauft erneut weniger

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Doch nicht nur der durch die „Dieselgate“-Affäre angeschlagene Branchenriese VW ist bei der US-Kundschaft abgemeldet. Auch andere deutsche Hersteller taten sich zuletzt schwer.

Detroit - Billiger Sprit und günstige Finanzierungszinsen befeuern den US-Automarkt. Doch nicht nur der durch die „Dieselgate“-Affäre angeschlagene Branchenriese VW ist bei der US-Kundschaft abgemeldet. Auch andere deutsche Hersteller taten sich zuletzt schwer.

US-Autokäufer bleiben in Kauflaune, machen nach dem Abgas-Skandal aber weiter einen Bogen um Volkswagen. Der Neuwagen-Absatz der Marke VW brach im April verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent auf 27 112 Stück ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit fiel das Minus allerdings nicht mehr ganz so deutlich aus wie im Vormonat.

Der Wolfsburger Hersteller läuft der Konkurrenz auf dem US-Markt schon lange hinterher. Die im September 2015 bekanntgewordene Affäre um manipulierte Abgaswerte verschärfte die Situation noch weiter. VW hatte den Verkauf von Diesel-Modellen danach gestoppt, was den Absatz seit Monaten zusätzlich belastet.

Besser lief es im letzten Monat bei der VW-Oberklassetochter Audi. Die Ingolstädter verkauften 17 801 Wagen und damit 5,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Premium-Rivale Daimler tat sich hingegen schwer - der Absatz trat mit 31 825 Autos auf der Stelle. Noch schlechter sah es beim bereits in den Vormonaten schwächelnden Konkurrenten BMW aus, der ein Minus von 8,3 Prozent verkraften musste. Vor allem die Tochter Mini zog das Ergebnis nach unten.

Insgesamt zeigte sich der US-Markt aber gut in Schwung. So brachte Fiat Chrysler im April 5,6 Prozent mehr Autos auf die Straße und verbuchte damit den 73. Monat in Folge mit steigenden Verkäufen. Ford schaffte ein Plus von 3,6 Prozent, soll aber laut dem Branchendienst Truecar auch kräftig mit Rabatten nachgeholfen haben.

Die japanischen Hersteller Honda und Nissan lieferten mit 14- und 13-prozentigen Anstiegen ihre bislang besten April-Ergebnisse. VW-Erzrivale Toyota wurde 3,8 Prozent mehr Neuwagen bei der US-Kundschaft los. Die schwächsten Zahlen seit Januar 2014 legte hingegen US-Branchenführer General Motors vor. Die Verkäufe des Opel-Mutterkonzerns sanken um 3,5 Prozent.

Insgesamt zeigt sich in den USA das gewohnte Bild: Vor allem Pick-up-Trucks und SUV bleiben gefragt. „Verbraucher profitieren von niedrigen Zinsen und günstigen Spritpreisen“, sagt Christopher Hopson vom Analysehaus IHS Automotive. Die Firma geht davon aus, dass in den USA in diesem Jahr 17,8 Millionen Autos verkauft werden. Der Rekord von knapp 17,5 Millionen aus dem Vorjahr würde damit geknackt.

dpa

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