Verbraucherbund rät

Strompreiserhöhung: So wehren Sie sich

+
Die Strompreise werden 2013 anziehen

Passau - Strom soll im kommenden Jahr bis zu 32 Prozent teurer werden. Der Bund der Energieverbraucher gibt Tipps, wie Kunden auf ungerechtfertigte Anhebungen der Strompreise reagieren können.

„Strompreiserhöhungen von zwölf Prozent sind sicher nicht gerechtfertigt“, sagte Verbraucherbundschef Aribert Peters der „Passauer Neuen Presse“ (Freitagausgabe). Stromverbraucher rät Peters deshalb, sich gegen unangemessene Preissteigerungen zu wehren. „Die Kunden sollten entweder die Preiserhöhung zurückweisen oder dem Anbieter mitteilen, dass sie den neuen Preis nicht zahlen, sondern weiter den alten.“ In der Regel sei weder im Liefervertrag ein gültiges Preisänderungsrecht vereinbart noch entspräche die Preiserhöhung dem Grundsatz der Billigkeit. Sein Verband biete auf seiner Homepage dazu Musterbriefe an. Eine weitere Möglichkeit wäre, den Stromanbieter zu wechseln.

Berechtigt wären „Preiserhöhungen in der Größenordnung von 1,8 Cent pro kWh. Das würde etwa eine Steigerung von sechs bis acht Prozent ausmachen.“ Zahlreiche Stromkonzerne haben für das kommende Jahr Preiserhöhungen in der Spitze bis zu 32 Prozent angekündigt.

Die Bundesregierung habe einen Großteil der Industrie von der Ökostromumlage und höheren Kosten befreit und den normalen Stromkunden aufgebürdet. „Der Mittelstand und der einfache Verbraucher sind die Dummen“, beklagt Peters. Die Energiekonzerne machen seiner Ansicht nach gezielt Politik gegen die Energiewende.

dapd

Meistgelesene Artikel

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Frankfurt/Main - Weniger Passagiere an Deutschlands größtem Flughafen: Vor allem Streiks und die Angst vor Terroranschlägen haben dem Frankfurter …
Terrorangst und Streiks bremsen Frankfurter Flughafen

Abgas-Skandal: Winterkorn in massiver Erklärungsnot

Wolfsburg - Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW soll der frühere Vorstandschef Martin Winterkorn deutlich früher über die Vorgänge …
Abgas-Skandal: Winterkorn in massiver Erklärungsnot

Kommentare