Verfahren wegen Telekom-Datenschutzaffäre vor Abschluss

Bonn - In der Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom stehen die Strafverfahren gegen frühere Topmanager vor dem Abschluss.

Wie der Bonner Staatsanwalt Friedrich Apostel am Wochenende auf DAPD-Anfrage sagte, fehlt allerdings noch eine Zeugenvernehmung, über die ein Gericht entscheiden muss. “Darauf warten wir seit einigen Wochen.“

Einen “Focus“-Bericht, wonach die Verfahren gegen Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke und dem früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel eingestellt werden, wies der Strafverfolger als Spekulation zurück. Dem Nachrichtenmagazin zufolge soll es stattdessen zu Prozessen gegen vier Manager aus der zweiten Reihe kommen.

Die Telekom erstattete im Mai 2008 Strafanzeige bei der Bonner Staatsanwaltschaft, nachdem intern aufgedeckt worden war, dass 2005 und 2006 unter anderem Journalisten und Aufsichtsräte von der Konzernsicherheit bespitzelt wurden. Bei den Ermittlungen gegen Ricke und Zumwinkel geht es um den Verdacht von Verstößen gegen das Fernmeldegeheimnis und den Datenschutz. Die Manager beharren darauf, von illegalen Machenschaften nichts gewusst zu haben.

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