FDP verteidigt ihre Haltung zu Schlecker

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FDP-Generalsekretär Patrick Döring

Berlin - FDP-Generalsekretär Patrick Döring verteidigt die Ablehnung staatlicher Bürgschaften. Durch sie sollte eine Auffanggesellschaft für die Beschäftigten von Schlecker ermöglicht werden.

Nach der Verweigerung von Staatshilfen für die mehr als 10.000 gekündigten Schlecker-Mitarbeiter ist die FDP nach wie vor harscher Kritik ausgesetzt. Der DGB-Bundesvorsitzende Michael Sommer wirft der Partei in der Wochenzeitung „Die Zeit“ „grausige Kälte“ vor. Die Liberalen verteidigen ihre Haltung vehement.

„Man lässt die Schlecker-Frauen über die Klinge springen, weil die Führungsriege der FDP ihre eigene Haut retten will“, schreibt Sommer in der Wochenzeitung. Der Parteivorsitzende Philipp Rösler hatte den entlassenen Mitarbeitern empfohlen, sich schnell nach einer „Anschlussverwendung“ umzusehen. „Mit der grausigen Kälte, die aus diesen Worten spricht, ließe sich die Hölle einfrieren“, schreibt Sommer weiter.

Döring: Schicksal der Schlecker-Mitarbeiter nicht gleichgültig

FDP-Generalsekretär Patrick Döring verteidigt die Ablehnung staatlicher Bürgschaften zur Einrichtung einer Auffanggesellschaft für die Beschäftigten der insolventen Drogeriemarktkette. Die FDP sei gegenüber dem Schicksal der Schlecker-Mitarbeiter nie gleichgültig gewesen, versicherte Döring in der „Passauer Neuen Presse“.

„Aber die Transfergesellschaft bot nur Scheinsicherheit für die Beschäftigten“, sagte Döring. „Gleichzeitig hätten die Beschäftigten mit der Einrichtung einer Transfergesellschaft mögliche Ansprüche gegen die Firma Schlecker verloren.“ Die Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit könnten besser und schneller neue Beschäftigungsmöglichkeiten vermitteln als eine Transferstelle.

Der Vorsitzende des Bundestags-Wirtschaftsausschusses, Ernst Hinsken, wies die Kritik seines Parteivorsitzenden Horst Seehofer an der FDP zurück. „Der Staat kann nicht alles heilen, was Schlecker an Fehlern gemacht hat“, sagte der CSU-Abgeordnete der „Passauer Neuen Presse“.

dapd

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