VW: Verbraucherzentralen pochen auf volle Kostenübernahme

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Verbraucherschützer bemängeln, dass geschädigte Autobesitzer im Unklaren gelassen würden über Neben- und Folgekosten des Rückrufs wie Verdienstausfall, Mietwagen und geringere Wiederverkaufswerte. Foto: Julian Stratenschulte

Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen pochen darauf, dass der VW-Konzern alle Kosten wegen des Abgasskandals für die Autobesitzer übernimmt.

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, rief Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf, dies per Weisung an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verpflichtend in die Wege zu leiten. Nach wie vor fehle eine eindeutige Erklärung des Autobauers dazu, heißt es in einem Schreiben Müllers an Dobrindt, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zusagen gebe es lediglich dafür, die vom KBA angeordnete Nachrüstung von 2,4 Millionen Diesel-Fahrzeugen zu tragen und drohende höhere Kfz-Steuerzahlungen wegen falscher CO2-Werte zu übernehmen.

Völlig im Unklaren gelassen würden geschädigte Autobesitzer weiterhin über Neben- und Folgekosten des Rückrufs wie Verdienstausfall, Mietwagen und geringere Wiederverkaufswerte. Dies gelte auch für den Ersatz von Schäden durch Falschangaben bei CO2-Werten. "Damit Verbraucher nicht auf Schaden sitzen bleiben, muss das KBA eine Kostentragungspflicht anordnen", bekräftigte vzbv-Chef Müller.

Auch die Vorsitzende des Bundestags-Rechtsausschusses, Renate Künast (Grüne), sagte, es könne nicht sein, dass Volkswagen nur einen Bruchteil der Kosten übernehme. "Für die bewusst erzeugten Mängel muss VW vollumfänglich grade stehen. Und zwar bei allen betroffenen Autos." Ersatz solle auch bei verjährten Ansprüchen kulant gewährt werden. Dazu gehöre der Ersatz von Wertminderung.

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