Wegen Krise: Klagewelle an Arbeitsgerichten

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Mehrere Personen gehen im Arbeitsgericht Osnabrück über einen Flur.

Düsseldorf - In der Wirtschaftskrise kämpfen erheblich mehr Arbeitnehmer mit juristischen Mitteln um ihren Arbeitsplatz und ihr Einkommen.

Die arbeitsrechtlichen Streitigkeiten sind nach Daten aus der Versicherungswirtschaft in diesem Jahr in Deutschland sprunghaft gestiegen. Die Rechtsschutzversicherer müssten 2009 zusammengenommen voraussichtlich 25 Prozent mehr Geld für Arbeitsrechtsstreitigkeiten ausgeben als im Jahr 2008, teilte der ARAG-Konzern am Donnerstag in Düsseldorf mit. Die Nummer 3 unter den Rechtsschutzversicherern in Deutschland und Europas verwies dabei auf eine Verbandsschätzung.

Der Kostenanstieg falle deshalb so stark aus, weil auch der durchschnittlich Streitwert gestiegen sei. Unter den Klägern befänden sich mehr hochqualifizierte Mitarbeiter als im Vorjahr. ARAG geht davon aus, dass die Gesamtzahl der Streitfälle um den Arbeitsplatz in Deutschland um etwa 20 Prozent zugenommen hat. In den Niederlanden seien es sogar 50 Prozent mehr als 2008. Ein Grund sei ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit im Nachbarland. Die ARAG habe angesichts dieser Welle 20 neue Anwälte in den Niederlanden eingestellt.

Die verrücktesten Fälle vor dem Arbeitsgericht

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Die ARAG werde in ihrem deutschen Rechtsschutzgeschäft 2009 voraussichtlich rote Zahlen schreiben - bedingt durch die Belastungen im Arbeitsrechtsschutz. Im Gegenzug wirkte sich 2009 die Erholung der Kapitalmärkte positiv aus. Der Düsseldorfer Familienkonzern erwartet angesichts der Marktentwicklung bei Unternehmensanleihen und Aktien einen Gewinnsprung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werde sich voraussichtlich verdoppeln (Vorjahr: 22 Mio Euro). Die Beitragseinnahmen stiegen um 0,5 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro.

dpa

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