Rettungspaket

Zypern-Rettung: IWF will eine Milliarde beisteuern

Nikosia - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will eine Milliarde Euro zum insgesamt zehn Milliarden Euro schweren Rettungspaket für Zypern beisteuern.

Das Euro-Krisenland solle durch einen auf drei Jahre angelegten Kredit finanziell unterstützt werden, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Mittwoch. Anfang Mai soll die Summe durch den Exekutivrat des IWF freigegeben werden. Die Regierung Zyperns hatte sich zuletzt mit dem IWF und den Euro-Partnern auf ein Paket geeinigt, um das Land vor dem Bankrott zu retten. Im Gegenzug muss Zypern den eigenen Bankensektor stutzen und Sparmaßnahmen umsetzen.

IWF und Weltbank: Was machen die eigentlich?

Krisenhelfer IWF und Weltbank: Was machen die eigentlich?

Mit den bisher beschlossenen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in der Höhe von fünf Prozent des zyprischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) sei es aber noch nicht genug, sagte Lagarde. Zwei weitere Prozent müssten durch zusätzliche Steuererhöhungen erzielt werden. Auf mittelfristige Sicht seien weitere Einsparungen von 4,5 Prozent des BIP nötig, um bis 2018 einen Haushaltsüberschuss von vier Prozent zu erreichen. „Das ist ein anspruchsvolles Programm, das große Anstrengungen der zyprischen Bevölkerung erfordern wird“, sagte Lagarde.

AP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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