YouTube-Gründer gibt Chefposten auf

New York/Berlin - Chefwechsel bei YouTube: Gründer Chad Hurley gibt die Führung von Googles Videoplattform ab.

Er werde dem Unternehmen aber weiter als Berater zur Seite stehen, kündigte Hurley an. Zugleich wurde bekannt, dass zwei weitere prominente Mitarbeiter Google verlassen: Der Gründer der Mobilfunk-Werbefirma AdMob, Omar Hamoui, und der Entwickler Lars Rasmussen, einer der Väter des Kartendienstes Google Maps. 

Hurley war YouTube-Chef geblieben, nachdem Google die Video- Website 2006 für den aufsehenerregenden Preis von 1,65 Milliarden Dollar in Aktien gekauft hatte. Bereits in den vergangenen zwei Jahren habe er mehr als Berater agiert, während Google-Manager Salar Kamangar für das Tagesgeschäft zuständig gewesen sei, zitierte die “Financial Times“ am Samstag Hurley. Der 33-Jährige hatte in den vergangenen Jahren unter anderem eine Modemarke mitgegründet.

Werbe-Manager Hamoui begründete seinen Ausstieg bei Google mit persönlichen Gründen. Google hatte AdMob - den Marktführer bei Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones - im vergangenen Jahr für 750 Millionen Dollar gekauft. Die im November 2009 angekündigte Übernahme wurde ein halbes Jahr lang durch Überprüfungen der Wettbewerbshüter aufgehalten. Internet-Werbung ist die zentrale Einnahmequelle von Google und der Konzern will seine starke Marktposition auch auf die Mobilfunkwelt ausweiten. Sein Smartphone-Betriebssystem Android gewinnt schnell Marktanteile.

Software-Entwickler Rasmussen kündigte das Ausscheiden bei Google auf seiner Facebook-Seite an. Er schrieb nicht, wer sein nächster Arbeitgeber sein werde. Das Technologieblog “TechCrunch“ berichtete, Rasmussen wechsele zum Online-Netzwerk Facebook. Bei Google hatte er nach der Arbeit an Google Maps den Kommunikationsdienst Wave mitentwickelt, eine Art Kombination aus E-Mail und Kurznachrichten. Das Konzept wurde mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht, erwies sich für die meisten Nutzer jedoch als zu kompliziert, so dass Google die Weiterentwicklung einstellte.

dpa

Meistgelesene Artikel

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die …
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Möbelmesse IMM in Köln gestartet - "Faulheit sells"

Köln (dpa) - Die internationale Möbelmesse IMM hat in Köln begonnen. Bis Sonntag werden etwa 150 000 Besucher erwartet. In den ersten vier Messetagen …
Möbelmesse IMM in Köln gestartet - "Faulheit sells"

Kommentare