Zahl der reuigen Steuersünder steigt

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Die Zahl der reuigen Steuersünder wächst.

Berlin - Schon vor dem Kauf der Steuersünderdaten aus der Schweiz kann der deutsche Fiskus auf reichlich Nachzahlungen reuiger Sünder hoffen. Die meisten Selbstanzeigen gibt es in Bayern.

Umfragen der “Financial Times Deutschland“ und der Nachrichtenagentur DAPD ergaben einen rasanten Anstieg der Selbstanzeigen. Die “FTD“ (Montagausgabe) schätzte die dadurch möglichen zusätzlichen Steuereinnahmen auf eine dreistellige Millionenhöhe. Allein in Bayern meldeten sich bis Ende vergangener Woche insgesamt 291 reuige Steuerhinterzieher. Eine Woche zuvor waren es noch weniger als 20 gewesen. Im Hamburg stieg die Zahl der Fälle innerhalb von drei Tagen von zehn auf 88. Die Finanzbehörde der Hansestadt rechnet mit Steuernachzahlungen von 20 Millionen Euro allein aus diesen Fällen. Niedersachsen zählte der DAPD zufolge Ende der Woche 174 Selbstanzeigen. 27 davon kamen allein am Freitag herein. Die erwarteten Zusatzeinnahmen hier bislang: 11,3 Millionen Euro.

In Hessen gab es 113 Selbstanzeigen, die Berliner Behörden zählten 112 Schweizer Fälle. In Schleswig-Holstein sind es bislang 36 Fälle. Die großen Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wollen ihre Zahlen in dieser Woche vorlegen. Rolf Schwedhelm, Anwalt des verurteilten Steuerhinterziehers und Ex-Post-Chefs Klaus Zumwinkel, sagte der “FTD“, seine Kanzlei habe in den vergangenen Tagen mehr als 100 Selbstanzeigen begleitet. Einige Mandanten hätten zweistellige Millionenbeträge nachgemeldet. Die DAPD zählte bis Freitag insgesamt mehr als 850 Menschen, die mit einer Selbstanzeige Straffreiheit zu erlangen suchten.

AP

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