Arcandor-Chef lehnt Kaufhausfusion ab

München - Der Chef des Arcandor-Konzerns, Karl-Gerhard Eick, lehnt eine Fusion der Arcandor-Tochter Karstadt mit der Metro-Tochter Kaufhof ab.

“Der Vorschlag von Metro scheint mir derzeit eher ein taktisches Manöver und Störfeuer auf der politischen Bühne zu sein“, sagte Eick der “Süddeutschen Zeitung“ laut Vorabmeldung. Eick sagte allerdings, eine Fusion würde Karstadt und Arcandor im Moment nicht weiterhelfen, Staatsbürgschaften seien hingegen unverzichtbar.

“Wenn wir die Bürgschaft nicht erhalten, stünde Arcandor vor der Insolvenz. Das ist die zwangsläufige Alternative.“ Metro-Chef Eckehard Cordes kündigte in einem am Wochenende bekanntgewordenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg überraschend an, der Handelsriese sei angesichts der Krise beim Konkurrenten Arcandor bereit, über eine Zusammenarbeit und einen möglichen Zusammenschluss von Karstadt und Galeria Kaufhof zu sprechen.

Die Gründung einer derartigen Deutschen Warenhaus AG ist seit Jahren Gegenstand von Spekulationen. Ausgelöst wurde der Cordes' Vorstoß offenbar durch die Pläne von Arcandor, Staatsbürgschaften in Höhe von 650 Millionen Euro zu beantragen. Der Metro-Konzern befürchtet dadurch Wettbewerbsverzerrungen.

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