Nach Urteil des Europäischen Gerichtshofs

Doc Morris will Geschäft trotz juristischer Niederlage ausbauen

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Macht trotz Schlappe vor Gericht weiter: DocMorris.

Luxemburg - Trotz der Schlappe vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) will der Arzneiversender Doc Morris sein Geschäft weiter ausbauen.

“Doc-Morris-Apotheken wird es in allen Städten, an allen signifikanten Straßenecken und in vielen Supermärkten geben. Wir werden uns aus dem Apothekengeschäft nicht zurückdrängen lassen“, erklärte Firmenchef Ralf Däinghaus am Dienstag nach der Urteilsverkündung in Luxemburg. “Wir halten an unseren Zielen fest, bis zum Jahr 2011 wollen wir 500 Markenpartner-Apotheken haben.“

Unternehmen setzt auf Versandhandel und Markenpartnerschaft

Die Markenpartner-Apotheken sind Franchisebetriebe mit Doc-Morris-Logo, deren Eigentümer aber deutsche Apotheker sind. In Deutschland gibt es nach Angaben von Däinghaus schon fast 150 solcher Doc-Morris-Apotheken. Vor dem EuGH scheiterte das niederländische Unternehmen aber mit dem Versuch, künftig selbst als Eigentümer Apotheken in Deutschland zu gründen.

“Das ist natürlich keine wahre Freude“, räumte Däinghaus ein. Für Doc Morris bedeute das Urteil aber letztlich nur “die Bestätigung des Status quo, das heißt: Wir machen mit dem Versandhandel weiter und natürlich mit unserem Markenpartner-Geschäft.“ Trotzdem zeigte sich Däinghaus von dem Urteil enttäuscht: “Die Liberalisierung hätte sowohl den Kunden Vorteile gebracht als auch guten Apothekern.“ Nach deutschem Recht dürfen nur studierte Pharmazeuten Apotheken besitzen und betreiben. Der EuGH erklärte am Dienstag, diese Bestimmungen verstießen nicht gegen Europarecht.

AP

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