GM-Gläubiger lehnen Schuldenkompromiss ab

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General Motors steht bei den Gläubigern mit rund 27 Milliarden Dollar in der Kreide.

New York - Die Gläubiger von General Motors haben dem milliardenschweren Schuldenverzicht nicht zugestimmt. Damit scheint eine rasche Insolvenz von GM unausweichlich.

Der Konzern teilte am Mittwoch mit, das Angebot, 27 Milliarden Dollar Schulden gegen einen Anteil von 10 Prozent am Unternehmen umzutauschen, sei gescheitert. Die US-Regierung hatte GM eine Frist bis nächsten Montag gesetzt, einen tragfähigen Sanierungsplan vorzulegen. Andernfalls muss das mit inzwischen 19,4 Milliarden Dollar Staatsgeldern gestützte Unternehmen Konkurs anmelden.

Als so gut wie letzter Rettungsweg gilt nun ein Insolvenzverfahren mit Gläubigerschutz, das schon für die nächsten Tage erwartet wird.

Die Zustimmung unter den mehreren zehntausend Kreditgebern sei weit geringer gewesen als die zur Annahme nötigen 90 Prozent, teilte GM am Konzernsitz in Detroit (Michigan) mit. Der Hersteller steht bei den Gläubigern mit rund 27 Milliarden Dollar in der Kreide und bot ihnen zuletzt im Tausch zehn Prozent an einem neuen GM-Konzern an.

Am kommenden Montag läuft ein Ultimatum von US-Präsident Barack Obama für einen tragfähigen GM-Rettungsplan ab. Spätestens dann wird der Gang in die Insolvenz erwartet. Ein solches Verfahren wäre laut Experten das bisher bei weitem komplizierteste und in seiner Art größte in der US-Geschichte.

Ein Nein der Kreditgeber hatte auch Wettbewerber Chrysler vor rund vier Wochen in die Insolvenz als letzte Chance zur Sanierung getrieben. Der GM-Verwaltungsrat will nun das weitere Vorgehen des gut 100 Jahre alten Traditionskonzerns beraten. Weitere Verhandlungen mit den Gläubigern sind möglich, aber Experten zufolge wegen des Zeitdrucks und der großen Zahl von Kreditgebern nur schwer praktikabel.

Zur Rettung soll GM in der Insolvenz nach übereinstimmenden US- Medienberichten zu rund 70 Prozent vom Staat übernommen werden. Die US-Regierung werde dabei weitere Hilfen von rund 50 Milliarden Dollar (36 Mrd Euro) in den Hersteller pumpen nach bereits fast 20 Milliarden Dollar an bisher gestellten Krediten.

Der einst weltgrößte Autobauer soll demnach seinen Neustart über eine Insolvenz mit Gläubigerschutz als dann weit kleinerer Konzern angehen. Die Abspaltung des Europa-Geschäfts rund um Opel wurde bereits eingeleitet. Viele Altlasten sollen zudem abgeworfen werden.

Die GM-Aktie stürzte im vorbörslichen US-Handel weiter deutlich um mehr als 15 Prozent auf 1,20 Dollar ab. Den verbliebenen Aktionären droht in der Insolvenz die völlige Entwertung ihrer Anteile.

dpa/AP

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