Guttenberg schließt Opel-Insolvenz nicht aus

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Wirtschaftsminister zu Guttenberg schließt Opel-Insolvenz nicht aus.

Berlin/Rüsselsheim - Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) schließt eine Insolvenz des angeschlagenen Autobauers Opel weiterhin nicht aus.

Das derzeit diskutierte Treuhand-Modell könne es nur geben, wenn die möglichen Opel- Investoren tragfähige Konzepte vorlegen, sagte Guttenberg am Freitag in Berlin. Sollte dies nicht der Fall sein oder das Treuhand-Modell von den Beteiligten nicht akzeptiert werden, könne es auch eine “geordnete Insolvenz“ als Ausgangspunkt für einen Neuanfang für Opel geben. Medien hatten berichtet, die USA lehnten das von der Bundesregierung ins Gespräch gebrachte Treuhand-Modell ab.

Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz reagierte auf Anfrage mit Unverständnis auf Guttenbergs Aussagen zur Insolvenz von Opel: “Das ist nicht nachvollziehbar, weil wir ja mit einer ganzen Reihe von harten Investoren - auch Finanzinvestoren - gesprochen haben, die ein konkretes Interesse an Opel haben.“ Die konkreten Konzepte würden in der kommenden Woche vorgelegt. Franz hatte in der Vergangenheit mehrfach davor gewarnt, potenzielle Kunden und die Zulieferer mit Spekulationen über eine mögliche Opel-Insolvenz abzuschrecken.

Guttenberg erwartet, dass die möglichen Investoren bis zum 20. Mai zukunftsträchtige Konzepte für Opel vorlegen. Die aussichtsreichsten Kandidaten sind der italienische Autobauer Opel und der kanadisch- österreichische Autozulieferer Magna. Die Zeit drängt: Bis Ende Mai soll die Opel-Mutter General Motors (GM) in den USA einen tragfähigen Rettungsplan vorlegen. Eine Insolvenz von GM wird jedoch immer wahrscheinlicher. Mit dem Treuhand-Modell als Zwischenlösung soll Opel-Vermögen vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt werden, wenn der Mutterkonzern in den USA Insolvenz anmeldet.

dpa

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