ADAC: E-Autos noch viel zu teuer?

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Autokosten im Vergleich: Peugeot iOn gegen Peugeot 107 70 Filou.

Noch sind die E-Stromer ziemlich teuer. Ob sich die Kosten für "normale" Autofahrer lohnen? Der ADAC hat den Elektro Peugeot Ion einem Modell mit Benzinmotor, dem Peugeot 107 70 Filou verglichen.

Das Ergebnis: Das Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ist bei den Gesamtkosten um rund die Hälfte günstiger als das vergleichbare E-Auto. Im Monat zahlt man mit dem iOn demnach rund 700 Euro. Beim Filou fallen unter vergleichbaren Rahmenbedingungen nur circa 335 Euro an.

Obwohl der iOn im Verbrauch günstiger ist, sprengen die Kosten für die Anschaffung des E-Autos den Rahmen. Der daraus resultierende Wertverlust entpuppt sich als größter Kostenfaktor.

Diese Elektroautos gibt's schon

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Alles Elektro? Auch Sportwagenfans können mit Watt und Volt ihre Musklen spielen lassen. Doch ohne Motorsound - der Tesla-Roadster fährt elektrisch. © Hersteller
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Der kompakte Sportwagen hat seinen Preis: Der einfache Roadster kostet 99 960 Euro und der Roadster Sport ist für 117 810 Euro zu haben. © Hersteller
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Exotisch: Seit den 90er Jahren ist der CityEL auf den Straßen unterwegs. Für Kurzstrecken beschleunigt das Gefährt bis zu 63 km/h. Je nach Tempo beträgt die Reichweite 60 bis 120 Kilometer. Preis cirka ab 10.000 Euro. © Hersteller
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Think Global verkauft in Norwegen, Niederlande und in Österreich. Das Modell Think City ist ab 44 400 Euro zu haben. Auch mit Faltdach (1057 Euro) fährt das Modell bis zu Tempo 100. Reichweite 160 Kilometer. © Hersteller
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Peugeot iOn kann für 500 Euro pro Monat beim Hersteller geleast werden. Das Elektro-Auto mit vier Plätzen hat eine Reichweite von 140 Kilometern, 47 kW (64 PS). Ab Ende 2010. © Hersteller
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Den iOn kann man bisher nur leasen. Die Rate beträgt 584 Euro pro Monat. Das Angebot umfasst eine Haltedauer von 48 Monaten bei einer jährlichen Fahrleistung von 10 000 Kilometern, inklusive Wartungs-, Verschleiß- und Reifenkosten.

Bei den Stromkosten hat der ADAC die Verbrauchsangaben des Herstellers bei einem durchschnittlichen Strompreis von 22 Cent pro Kilowattstunde zugrunde gelegt.

Beim Peugeot mit Verbrennungsmotor wird ein Neukauf des Autos (ab 10.990 Euro) mit identischer Haltedauer sowie gleicher Jahreslaufleistung angenommen, inklusive Wertverlust und ebenso eingerechneten Ausgaben für Werkstatt und Reifen. Auch Versicherung und Kfz-Steuer sind im Vergleich berücksichtigt, wobei beim E-Auto die Kraftfahrzeugsteuer für die ersten fünf Jahre entfällt.

Der Kostenvergleich der beiden Peugeotmodelle lässt sich auch auf andere Elektroautos, die 2011 auf dem Markt sind, übertragen.

Durch die hohen Anschaffungskosten mit bis zu 60.000 Euro für kleine E-Autos bleibt die Elektromobilität einer kaufkräftigen, umweltbewussten Elite vorbehalten. Bei allen Kostenbetrachtungen ist zudem zu bedenken, dass es noch keine verlässlichen Daten zur Haltbarkeit von Batterien in E-Autos gibt. Hier könnten zusätzliche Kosten entstehen, die bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor nicht anfallen.

Nach Ansicht des ADAC müssen Elektroautos deutlich günstiger werden, um konkurrenzfähig zu sein. Umweltfreundlicher Betrieb von E-Autos ist außerdem nur mit Strom aus regenerativer Energie gegeben. Deshalb muss mehr Strom aus erneuerbaren Quellen bereitgestellt werden.

Quelle: ADAC

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