Ab 1. August

Akkulampen an Fahrrrädern jetzt erlaubt

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Eine aufsteckbare Akkulampe ist am 29.06.2013 in Berlin an einem Fahrrad-Lenker angebracht.

Berlin - Die alleinige Pflicht zum Dynamo am Fahrrad wird zum 1. August aufgehoben. Ab dann sind auch Lampen mit Akkus erlaubt. Das entsprechende Gesetz soll aber noch präzesiert werden.

An Fahrrädern sind von 1. August an auch Lampen mit Akkus und Batterien erlaubt. Die alleinige Pflicht zum Dynamo wird mit einer Verordnung aufgehoben, die an diesem Donnerstag in Kraft tritt. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte: „Wir haben die rechtlichen Rahmenbedingungen dem Stand der Technik angepasst.“ Der Bundesrat hatte die Änderung Anfang Juli beschlossen. Nach Kritik soll die Rechtsgrundlage in den nächsten Monaten aber noch präzisiert werden. Damit soll klargestellt werden, dass auch Ansteckleuchten zulässig sind. Der Bundesrats-Beschluss hatte die Vorgabe unverändert gelassen, dass Licht-Einrichtungen „fest angebracht“ sein müssen.

Noch enthaltene Unklarheiten sollten „möglichst schnell geglättet“ werden, hieß es nun. Angestrebt wird daher noch ein Änderungsentwurf zur Verordnung. Bereits jetzt zum Inkrafttreten will das Bundesministerium zudem eine Kommentierung veröffentlichen. Sie soll darauf hinweisen, dass unter einer „festen Anbringung“ nicht „fest verschraubt“ oder „unlösbar“ zu verstehen sei. Somit seien auch die weit verbreiteten Ansteckleuchten mit Clip-Verbindungen zulässig.

Ramsauer sagte, Millionen Radfahrer könnten „künftig auf rechtssicherem Boden fahren, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen“. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatte die vom Bundesrat beschlossene Änderung als praxisfern kritisiert.

Bußgeld-Katalog: Das kosten Radl-Sünden

Bußgeld Radfahrer
Rücksichtlose Radfahrer werden stärker zur Kasse gebeten. Was Verkehrssünden jetzt kosten: © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wussten Sie, dass freihändiges Fahren verboten ist? 5 Euro kostet es, wenn Sie erwischt werden. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer einen vorhandenen beschilderten Radweg nicht benutzt, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 20 bis 35 Euro. Bisher wurde das mit 15 bis 30 Euro​ geahndet. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Nebeneinander radeln ist zwar für manchen Autofahrer ärgerlich, aber grundsätzlich nicht verboten. Nur wenn andere behindert oder gefährdet werden, kann es kosten: 15 bis 25 Euro. © dpa
Fahren auf dem Fußweg wird mit 10 bis 20 Euro geahndet. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer in einer Einbahnstraße in die falsche Richtung radelt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 20 bis 35 Euro rechnen (statt bisher 15 bis 30 Euro​). © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wenn Bremsen, Klingel oder Reflektoren fehlen oder nicht den Vorschriften entsprechen, wird ein Bußgeld von 15 Euro fällig. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Auf dem Gepäckträger mitfahren ist ebenfalls verboten. Wer eine über sieben Jahre alte Person auf einem einsitzigen Fahrrad befödert, zahlt derzeit 5 Euro. (Kinder bis sieben Jahre dürfen in Kindersitzen mitfahren). © dpa
Bußgeld Radfahrer
Enorm gefährlich und richtig teuer wird es, wenn ein Bahnübergang trotz geschlossener (Halb-)Schranke überquert wird. Diese Radl-Sünde kostet derzeit 350 Euro. © dpa
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Telefonieren auf dem Fahrrad ohne Freisprecheinrichtung kostet 25 Euro. © dpa
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Mit dem Fahrrad in der Fugängerzone fahren: 15 bis 30 Euro. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer ohne Licht unterwegs ist, zahlt künftig 20 statt 10 Euro. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Auch für Autofahrer gelten neue Strafen: Wenn diese auf Radwegen parken, soll die Geldbuße von 15 auf mindestens 20 Euro angehoben werden. Wer mit seinem Wagen einen Schutzstreifen für Radler blockiert, muss demnach 20 statt 10 Euro zahlen. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer eine rote Ampel überfährt muss 45 Euro berappen. Gefährdet man dabei andere, kostet es 100 Euro, wenn es zum Unfall kommt, muss man sogar 120 Euro zahlen. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer an Fußgängerüberwegen (z. B. am Zebrastreifen) deren Vorrang missachtet, muss mit einem Bußgeld von 40 bis 60 Euro rechnen. © dpa

dpa

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