A7: Feingeist mit Fließheck

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Der neue Audi erfüllt alle Anforderungen an eine schöne Reise-Limousine.

Nüchtern betrachtet ist der A7 Sportback nichts, was es nicht schon gäbe. Ein Viertürer mit coupéhafter Dachlinie ebenso wie eine Komfortlimousine...

...die bis obenhin mit Assistenz- und Sicherheitssystemen, Online- Anbindung und Konzertsaal- Entertainment bis hin zum selbstständigen Einparken angefüllt sind.

Mit Genuß: Ein Radstand von 2,91 m und eine Gesamtlänge von 4,97 m erlaubt Fahren im ganz großen Stil.

Zum Start in wenigen Wochen gibt aus ausschließlich Sechszylinder-Triebwerke, wovon zwei Diesel- und zwei Ottomotoren sind. Die Preise beginnen derzeit bei 51 650 Euro für den Basis- Benziner mit quattro-Antrieb; das Programm wird aber in schneller Folge um frontgetriebene Varianten erweitert. 2011 kommt zudem der S7 mit 4,0-Liter-V8-Turbomotor. Zur Kraftübertragung stehen das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic oder die Multitronic mit acht Stufen zur Wahl.

Der neue Audi A7 Sportback

Der neue Audi A7 Sportback

Dank der Modernisierung der bekannten Drei-Liter- Motoren stehen bei dem von uns gefahrenen Diesel mit 245 PS kombiniert glatte sechs Liter zu Buche, beim 204-PSBruder sollen es sogar nur 5,3 Liter Verbrauch je 100 km sein. Handling und Fahrkomfort geben keinen Grund zu Tadel, die Lenkung fühlt sich etwas weich an, zirkelt das Auto aber zielgenau um jede Art von Kurven.

Mit Genuß: Ein Radstand von 2,91 m und eine Gesamtlänge von 4,97 m erlaubt Fahren im ganz großen Stil.

Optional ist eine Luftfederung an Bord. Unabhängig von Tempo oder Fahrbahnuntergrund fällt der vorbildliche Geräuschkomfort auf. Weder die Arbeit des Motors, noch Windgeräusche machen sich störend bemerkbar. Für eine sichere und ausgewogene, von den Insassen als harmonisch empfundene Fahrt sorgt nicht zuletzt die radselektive Momentverteilung, die im Falle von auftretendem Schlupf einzelne Räder behutsam abbremsen kann und so schwer kontrollierbaren Fahrzuständen vorbeugt.

Hingucker: Der kraftvoll modellierte Audi A7 Sportback präsentiert sich in allen Facetten dynamisch.

Mit dem A7 nimmt Audi seinen Kunden weitere Arbeit ab. Da der Fünftürer über eine elektromechanische Lenkung verfügt, kann als Zusatzausstattung auch ein Parkassistent bestellt werden, wie er beispielsweise bei einigen VWModellen schon seit längerer Zeit angeboten wird. Von BMW hat man sich in Ingolstadt inspirieren lassen, wichtige Fahrzeug- und Navigationsdaten mittels eines Head-Up-Displays in die Windschutzscheibe zu projizieren. Daneben gibt es noch Spurhalteund Nachtsichtassistent, Google- Earth-Kartenmaterial sowie ein bordeigenes WLAN-Netz für die Nutzung durch die Insassen.

Wer etwas größer ist und hinten sitzt, muss kompromissbereit sein. Denn es kann hier wegen der Dachlinie um den Scheitel herum etwas eng werden. Die Beinfreiheit sticht zwar auch nicht jeden Wettbewerber aus, ist aber ordentlich bemessen.

Ästhetik hat eben ihren Preis und wenn es nur die Kopffreiheit ist. Dafür strahlt das Gesamtkunstwerk Audi A7 Sportback jene magische Kraft aus, die einen nach dem Abstellen auf dem Parkplatz immer nochmal umdrehen lässt. Ein breiterer und flacherer Single-Frame-Grill, bis zu 20 Zoll große Felgen oder das sogenannte Bootsheck, das zwar gegenüber der A7-Studie ein paar Schönheits-Zehntel eingebüßt hat, aber noch immer mit einer vorbildlosen kühnen Kante das Heck zu einem würdigen Abschluss bringt.

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