30 Jahr Audi Quattro

Starkes Geschenk - Audi RS 7 Sportback

+
Starker Zuwachs für die Quattro-Flotte: 560 PS machen den Sportback RS 7 zur sportlichen Speerspitze

Kann denn Audi Sünde sein? Oh ja, vor allem, wenn es sich um die kraftstrotzende Tochter Quattro handelt. Und aus der ungestümen Allrad-Familie der RS-Modelle stammt.

Im vierten Quartal 2013 kommt der RS 7 Sportback zu den Händlern in Deutschland. Als Beauty and the Beast bezeichnet Quattro-Chef Franciscus van Meel den Sportler und trifft damit die Zwitterstellung der fünftürigen Limousine mit Hang zum Coupé auf den Kopf. Egal, wie man den RS 7 sieht, er bietet höchsten Fahrspaß.

Quattro, das sind mittlerweile drei Segmente des Herstellers. Ganz oben stehen Entwicklung und Bau der Hochleistungsfahrzeuge mit den vier Ringen. Hinzu kommt die Fahrzeugindividualisierung. Die Manufaktur in Neckarsulm etwa fertigt ausschließlich nach Kundenwunsch. Die größten Märkte sind neben Europa die USA und China – letztere mit beachtlichem Wachstumspotenzial. Der dritte Bereich ist der Kunden-Motorsport, ein boomender Markt.

Der Sportback RS 7 ist das Geburtstagsgeschenk, das sich die Audi-Tochter als „sportliche Speerspitze”, so Entwicklungschef Stephan Reil, selbst macht. Im 30. Jahr ist die Quattro-Flotte mit acht Modellen so groß wie nie – neben dem Sportback mit mehreren Varianten der R 8, der RS 4 und der RS 6 Avant, das RS 5 Coupé, der TT RS und der RS Q3.

Autor Hans Moritz im RS 7

Beim RS 7 Sportback ist man sich nie ganz sicher, ob man in einer Limousine oder in einem Rennwagen sitzt. Die Wahrheit liegt wohl dazwischen, und das macht den Reiz aus. Schon die Motordaten lassen aufhorchen, ebenso wie der V-8-Motor mit Biturboaufladung mit Achtstufen-Tiptronic und Allradantrieb: 560 PS, 305 Kilometer pro Stunde (nicht heruntergeregelt) und gerade einmal 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. So ehrlich muss man sein: Den kombinierten Verbrauch von 9,8 Liter auf 100 Kilometer haben wir bei unserer Testfahrt durch das hügelige Hohenloher Land nicht geschafft. Aber wer 113.000 Euro für den Teufel mit den vier Ringen kauft, der verkraftet auch höhere Tankrechnungen.

Auf zwei Streckentypen lässt sich der RS 7 Sportback am besten ausfahren: auf Autobahnen mit langen Geraden und auf kurvigen Landstraßen mit vielen Steigungen und Senken. 560 PS, keine Frage, müssen nicht sein. Aber wer auf der linken Spur bei Tempo 160 noch einmal das Gaspedal antippt und einen Wimpernschlag später mit 250 daherkommt, der genießt den Rausch der Geschwindigkeit. Hier zeigt sich auch der Unterschied zwischen der D- und der S-Schaltung. Wer den Schalter auf Sport stellt, der lernt nicht nur die Arbeit der Sound-Designer kennen, der treibt auch die Umdrehungszahl per Knopfdruck nach oben. Jetzt geht’s los!

Egal welche Einstellung, der Sportback lässt sich nicht hetzen. Vielmehr fordert er seinen Fahrer permanent heraus. Über Land bietet es sich an, die Federung des RS 7 anzupassen. Wer im Bordcomputer auf Comfort tippt, der gleitet weich dahin. Wer Sport anwählt, weiß die Schalensitze bald zu schätzen. Der Versuch, den RS 7 Sportback aus der Kurve zu treiben, wird – zum Glück – misslingen. Er liegt wie ein Brett auf dem Asphalt.

So kraftstrotzend der RS 7 daherkommt, so sparsam sind die Neckarsulmer Autobauer in Details. Werden nicht alle acht Zylinder benötigt, schalten sich vier von selbst ab – kraftstoff- und emissionssenkend. Und die Bremsscheiben sind so gefräst, das jede von ihnen drei Kilo weniger wiegt.

Hans Moritz

300 PS: Der neue Audi S3 Sportback

Der neue Audi S3 Sportback
Der neue Audi S3 Sportback sprintet mit 300 PS von null auf 100 km/h in 5,0 Sekunden. Bei Tempo 250 ist dann aber elektronisch abgeriegelt Schluss. © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Audi stellt das neue Top-Modell der A3 Baureihe erstmals auf dem Genfer Autosalon 2013 vor. © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Mit fünf Türen hat der Kombi mächtig viel Platz. Das Sportfahrwerk legt die Karosserie um 2,5 Zentimeter tiefer. Der neue Audi S3 Sportback ist jetzt 4,32 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,4 Meter hoch. © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Auf 100 km begnügt sich der der sparsamste Motor, der 2-Liter-Turbo-FSI-Motor im Mittel mit 6,9 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometern. © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Ein niedriger Rollwiderstand der Reifen und ein Gewichtsverlust von 70 Kilogramm senkt den Verbrauch. Die Motorhaube und vordere Kotflügel bestehen aus Aluminium. Damit bringt der Fünftürer rund 1,4 Tonnen auf die Waage. © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
LED Leuchten, ein neu designter Stoßfänger mit Alusteg und vier ovalen Auspuffrohren prägen das Heck.  © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Typische S-Optik: Lufteinlässe mit Doppelrippen, Xenon plus Scheinwerfer. Auf Wunsch sind auch Voll-LED-Scheinwerfer aus der Oberklasse zu haben.   © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Der Bordmonitor fährt elektrisch aus und begrüßt den Fahrer beim Einschalten der Zündung mit einem S-Logo auf dem Bildschirm. Die Zifferblätter der Instrumente sind dunkelgrau, die Nadeln weiß. © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
In der Seitenansicht setzen Außenspiegelgehäuse in Aluminiumoptik und spezielle Schwellerleisten Akzente. © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Der Audi S3 Sportback ist ab September 2013 ab einem Preis von 39.800 Euro zu haben. © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Der neue Audi S3 Sportback © Audi
Der neue Audi S3 Sportback
Der neue Audi S3 Sportback © Audi

Sportlich mit 300 PS: Audi S3 Sportback

Das ist der neue Audi A3 Sportback

Audi A3 Sportback g-tron

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Betrunkener Fahrlehrer will Fahrstunde geben - Fahrschüler macht das einzig Richtige
Betrunkener Fahrlehrer will Fahrstunde geben - Fahrschüler macht das einzig Richtige
Diesel-Krise: Umtauschen oder nachrüsten? Das rät der Experte
Diesel-Krise: Umtauschen oder nachrüsten? Das rät der Experte
Wissen Sie, wie groß Sicherheitsabstand auf der Autobahn sein muss? Wir verraten es Ihnen
Wissen Sie, wie groß Sicherheitsabstand auf der Autobahn sein muss? Wir verraten es Ihnen
Heiße Schlitten, starke Frau: Das ist die neue Miss Tuning - hier sind die Bilder
Heiße Schlitten, starke Frau: Das ist die neue Miss Tuning - hier sind die Bilder

Kommentare