Urteil

Autowäsche - wer zahlt Kratzer im Lack?

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Böse Überraschung: Lackschäden in der Autowaschanlage.

Wer sein Auto in einer Waschanlage pflegt, hofft, dass sein Wagen später glänzt. Doch wer haftet eigentlich, wenn nach der Wäsche ein Kratzer im Lack ist?

Wird ein Auto in einer vollautomatischen Waschanlage beschädigt, haftet grundsätzlich deren Betreiber.

Das ergibt sich aus einem Urteil des Landgerichts Duisburg (Az.: 11 S 98/09) von 2009, über das die in München erscheinende Fachzeitschrift “NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht“ (Heft 12/2010) berichtete. Der Betreiber müsse beweisen, dass er die Anlage regelmäßig und sorgfältig gewartet hat. Andernfalls dürfe vermutet werden, dass er für den Schaden verantwortlich sei. 

Kratzer in Waschanlage: Betroffener bekommt Recht

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Zahlungsklage eines Fahrzeughalters statt. Der Kläger hatte nach einem Waschvorgang in einer vollautomatischen Autowaschanlage Lackschäden an seinem Wagen moniert. Der Betreiber der Waschanlage meinte, dass er daran keine Schuld habe, da die Anlage vollautomatisch arbeite. Das Landgericht entschied aber, dies entbinde den Betreiber nicht von der Pflicht und dem Nachweis einer regelmäßigen Wartung der Anlage. Diesen Nachweis sei der Betreiber schuldig geblieben.

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dpa

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

In Mosambik sind Autofahrer nicht nur ungeduldig, sondern der generell schlechte Zustand der Straßen sorgt für viele Verkehrsunfälle - und dementsprechend eine hohe Zahl an Verkehrstoten. 31,6 von 100.000 Einwohnern sterben im Straßenverkehr.
In Mosambik sind Autofahrer nicht nur ungeduldig, sondern der generell schlechte Zustand der Straßen sorgt für viele Verkehrsunfälle - und dementsprechend eine hohe Zahl an Verkehrstoten. 31,6 von 100.000 Einwohnern sterben im Straßenverkehr. © picture alliance / dpa / Jeronimo Muianga
Verkehrsregeln spielen in Ruanda auch nur unterschwellig eine Rolle. 32,1 Menschen (von 100.000) verlieren auf den Straßen ihr Leben durch Verkehrsunfälle.
Verkehrsregeln spielen in Ruanda auch nur unterschwellig eine Rolle. 32,1 Menschen (von 100.000) verlieren auf den Straßen ihr Leben durch Verkehrsunfälle. © pixabay / 12019
Schlechter Straßenbau, ungehaltene Autofahrer und keine Anschnallpflicht für Kinder sorgen im Iran ebenfalls für 32,1 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner.
Schlechter Straßenbau, ungehaltene Autofahrer und keine Anschnallpflicht für Kinder sorgen im Iran ebenfalls für 32,1 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Michael Kappeler
Ähnlich wie in den vorangegangen Ländern sind auch in Zentralafrika die Straßen in äußerst schlechtem Zustand. Hier trifft es im Schnitt 32,4 Einwohner.
Ähnlich wie in den vorangegangen Ländern sind auch in Zentralafrika die Straßen in äußerst schlechtem Zustand. Hier trifft es im Schnitt 32,4 Einwohner. © pixabay / jeanvdmeulen
In Tansania sollten Sie sich ebenfalls von den Straßen fernhalten: Es gelten so gut wie keine Verkehrsregeln, mit Führerscheinprüfungen nimmt man es nicht so genau und die Straßen sind schlecht ausgebaut. 32,9 Verkehrstote zählt man hier pro 100.000 Einwohner.
In Tansania sollten Sie sich ebenfalls von den Straßen fernhalten: Es gelten so gut wie keine Verkehrsregeln, mit Führerscheinprüfungen nimmt man es nicht so genau und die Straßen sind schlecht ausgebaut. 32,9 Verkehrstote zählt man hier pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Carola Frentzen
In der Demokratischen Republik Kongo hat man stark mit dem Wetter zu kämpfen - das sorgt für riesige Schlammlöcher und marode Straßen. Außerdem zählen zur Statistik - 33,2 Verkehrstote - auch noch Autodiebstähle und Entführungen mit Todesfolge.
In der Demokratischen Republik Kongo hat man stark mit dem Wetter zu kämpfen - das sorgt für riesige Schlammlöcher und marode Straßen. Außerdem zählen zur Statistik - 33,2 Verkehrstote - auch noch Autodiebstähle und Entführungen mit Todesfolge. © picture alliance / Jürgen Bätz
33,7 Verkehrstote gibt es in Liberia im Schnitt. Das liegt sowohl an den schlechten Straßen als auch an gefährlichen Diebstählen. Besonders nachts sollten Sie sich von den Straßen fernhalten.
33,7 Verkehrstote gibt es in Liberia im Schnitt. Das liegt sowohl an den schlechten Straßen als auch an gefährlichen Diebstählen. Besonders nachts sollten Sie sich von den Straßen fernhalten. © picture alliance / dpa / Karl Nietfeld
In Malawi machen den Autofahrern eine fehlende Beleuchtung, Riesenschlaglöcher und Hindernisse auf den Straßen zu schaffen. Auch bewaffnete Überfälle sind nicht selten - deshalb zählt WHO 35 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner.
In Malawi machen den Autofahrern eine fehlende Beleuchtung, Riesenschlaglöcher und Hindernisse auf den Straßen zu schaffen. Auch bewaffnete Überfälle sind nicht selten - deshalb zählt WHO 35 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner. © pixabay / 12019
Vorsicht in Thailand: 36,2 Verkehrsteilnehmer lassen hier im Schnitt ihr Leben. Zu hohen Geschwindigkeiten und Verkehrsregeln, die nicht eingehalten werden, kommt noch die Trunkenheit am Steuer zu den Gefahren im Straßenverkehr hinzu.
Vorsicht in Thailand: 36,2 Verkehrsteilnehmer lassen hier im Schnitt ihr Leben. Zu hohen Geschwindigkeiten und Verkehrsregeln, die nicht eingehalten werden, kommt noch die Trunkenheit am Steuer zu den Gefahren im Straßenverkehr hinzu. © pixabay / 12019
Verkehrsunfälle, die tödlich enden, belegen in Libyen den dritten Platz der häufigsten Todesursachen. Alkohol am Steuer zählt ebenso zu den Gründen wie eine mangelnde Kontrolle der Verkehrsregeln. Außerdem bringen Sandstürme die Autofahrer in Gefahr. Deshalb trifft es in Libyen 73,4 Menschen pro 100.000 Einwohner.
Verkehrsunfälle, die tödlich enden, belegen in Libyen den dritten Platz der häufigsten Todesursachen. Alkohol am Steuer zählt ebenso zu den Gründen wie eine mangelnde Kontrolle der Verkehrsregeln. Außerdem bringen Sandstürme die Autofahrer in Gefahr. Deshalb trifft es in Libyen 73,4 Menschen pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Anne-Beatrice Clasmann

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