Ungewöhnliche Konstruktion

Dass diese Brücke rund gebaut wurde, hat einen speziellen Grund

Bei diesem Bauwerk würde man vielleicht nicht gleich darauf kommen, dass es sich um eine Brücke handelt. Doch wieso wurde sie ausgerechnet rund gebaut?

Beim ersten Anblick sieht diese Straße nicht wie eine Brücke aus - eher wie ein Kreisverkehr. Doch wieso wurde sie nicht einfach gerade gebaut, wie jede andere Brücke?

Wie so oft bei derartigen Bauwerken, steckt ein raffinierter Architekt dahinter. Aus folgenden Gründen hat er sich für eine gerundete Straßenführung entschieden.

Was steckt hinter der runden Brücke?

Die sogenannte "Laguna Garzon Bridge" kostete satte 11 Millionen Dollar (8,9 Millionen Euro). Sie befindet sich in Uruguay und verbindet die Städte Maldonado und Rocha miteinander. Hinter der gerundeten Brücke steckt ein ausgeklügelter Plan des uruguayischen Architekten Rafael Viñoly, der schon Gebäude wie den New Yorker Wolkenkratzer "432 Park Avenue" oder das Walkie-Talkie Hochhaus in London entwarf:

"Das Konzept der Laguna Garzon Bridge war es, eine traditionelle Brücke in etwas umzuwandeln, das die Geschwindigkeit der Autos reduziert, einen tollen Panorama-Blick ermöglicht und einen Platz für Fußgänger in der Mitte schafft", erklärte er dem Dezeen Magazine im Januar 2016, kurz nach Eröffnung der Brücke.

Die Brücke wurde also zum einen zur Sicherheit der Fahrer als Ring gebaut, um Geschwindigkeiten zu regulieren - zum anderen ist sie die erste optimale Möglichkeit von Maldonado nach Rocha und umgekehrt zu gelangen. Zuvor mussten Autos und Menschen mit Flößen über das Wasser transportiert werden. Nun können rund 1.000 Fahrzeuge pro Tag die Brücke überqueren - und dabei auch noch die wunderbare Landschaft genießen.

Auch interessant: "Swerve the car" - so gefährlich ist dieser Trend aus Großbritannien.

Von Franziska Kaindl

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

In Mosambik sind Autofahrer nicht nur ungeduldig, sondern der generell schlechte Zustand der Straßen sorgt für viele Verkehrsunfälle - und dementsprechend eine hohe Zahl an Verkehrstoten. 31,6 von 100.000 Einwohnern sterben im Straßenverkehr.
In Mosambik sind Autofahrer nicht nur ungeduldig, sondern der generell schlechte Zustand der Straßen sorgt für viele Verkehrsunfälle - und dementsprechend eine hohe Zahl an Verkehrstoten. 31,6 von 100.000 Einwohnern sterben im Straßenverkehr. © picture alliance / dpa / Jeronimo Muianga
Verkehrsregeln spielen in Ruanda auch nur unterschwellig eine Rolle. 32,1 Menschen (von 100.000) verlieren auf den Straßen ihr Leben durch Verkehrsunfälle.
Verkehrsregeln spielen in Ruanda auch nur unterschwellig eine Rolle. 32,1 Menschen (von 100.000) verlieren auf den Straßen ihr Leben durch Verkehrsunfälle. © pixabay / 12019
Schlechter Straßenbau, ungehaltene Autofahrer und keine Anschnallpflicht für Kinder sorgen im Iran ebenfalls für 32,1 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner.
Schlechter Straßenbau, ungehaltene Autofahrer und keine Anschnallpflicht für Kinder sorgen im Iran ebenfalls für 32,1 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Michael Kappeler
Ähnlich wie in den vorangegangen Ländern sind auch in Zentralafrika die Straßen in äußerst schlechtem Zustand. Hier trifft es im Schnitt 32,4 Einwohner.
Ähnlich wie in den vorangegangen Ländern sind auch in Zentralafrika die Straßen in äußerst schlechtem Zustand. Hier trifft es im Schnitt 32,4 Einwohner. © pixabay / jeanvdmeulen
In Tansania sollten Sie sich ebenfalls von den Straßen fernhalten: Es gelten so gut wie keine Verkehrsregeln, mit Führerscheinprüfungen nimmt man es nicht so genau und die Straßen sind schlecht ausgebaut. 32,9 Verkehrstote zählt man hier pro 100.000 Einwohner.
In Tansania sollten Sie sich ebenfalls von den Straßen fernhalten: Es gelten so gut wie keine Verkehrsregeln, mit Führerscheinprüfungen nimmt man es nicht so genau und die Straßen sind schlecht ausgebaut. 32,9 Verkehrstote zählt man hier pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Carola Frentzen
In der Demokratischen Republik Kongo hat man stark mit dem Wetter zu kämpfen - das sorgt für riesige Schlammlöcher und marode Straßen. Außerdem zählen zur Statistik - 33,2 Verkehrstote - auch noch Autodiebstähle und Entführungen mit Todesfolge.
In der Demokratischen Republik Kongo hat man stark mit dem Wetter zu kämpfen - das sorgt für riesige Schlammlöcher und marode Straßen. Außerdem zählen zur Statistik - 33,2 Verkehrstote - auch noch Autodiebstähle und Entführungen mit Todesfolge. © picture alliance / Jürgen Bätz
33,7 Verkehrstote gibt es in Liberia im Schnitt. Das liegt sowohl an den schlechten Straßen als auch an gefährlichen Diebstählen. Besonders nachts sollten Sie sich von den Straßen fernhalten.
33,7 Verkehrstote gibt es in Liberia im Schnitt. Das liegt sowohl an den schlechten Straßen als auch an gefährlichen Diebstählen. Besonders nachts sollten Sie sich von den Straßen fernhalten. © picture alliance / dpa / Karl Nietfeld
In Malawi machen den Autofahrern eine fehlende Beleuchtung, Riesenschlaglöcher und Hindernisse auf den Straßen zu schaffen. Auch bewaffnete Überfälle sind nicht selten - deshalb zählt WHO 35 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner.
In Malawi machen den Autofahrern eine fehlende Beleuchtung, Riesenschlaglöcher und Hindernisse auf den Straßen zu schaffen. Auch bewaffnete Überfälle sind nicht selten - deshalb zählt WHO 35 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner. © pixabay / 12019
Vorsicht in Thailand: 36,2 Verkehrsteilnehmer lassen hier im Schnitt ihr Leben. Zu hohen Geschwindigkeiten und Verkehrsregeln, die nicht eingehalten werden, kommt noch die Trunkenheit am Steuer zu den Gefahren im Straßenverkehr hinzu.
Vorsicht in Thailand: 36,2 Verkehrsteilnehmer lassen hier im Schnitt ihr Leben. Zu hohen Geschwindigkeiten und Verkehrsregeln, die nicht eingehalten werden, kommt noch die Trunkenheit am Steuer zu den Gefahren im Straßenverkehr hinzu. © pixabay / 12019
Verkehrsunfälle, die tödlich enden, belegen in Libyen den dritten Platz der häufigsten Todesursachen. Alkohol am Steuer zählt ebenso zu den Gründen wie eine mangelnde Kontrolle der Verkehrsregeln. Außerdem bringen Sandstürme die Autofahrer in Gefahr. Deshalb trifft es in Libyen 73,4 Menschen pro 100.000 Einwohner.
Verkehrsunfälle, die tödlich enden, belegen in Libyen den dritten Platz der häufigsten Todesursachen. Alkohol am Steuer zählt ebenso zu den Gründen wie eine mangelnde Kontrolle der Verkehrsregeln. Außerdem bringen Sandstürme die Autofahrer in Gefahr. Deshalb trifft es in Libyen 73,4 Menschen pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Anne-Beatrice Clasmann

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