E10 Diskussion: Keiner will den Biosprit

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Die Unsicherheit bei den Autofahrern weiter groß.

Auch nach dem Benzingipfel machen viele Autofahrer einen großen Bogen um den Biosprit an den Tankstellen. Ihnen fehlt weiter eine Garantie, dass ihr Fahrzeug auch langfristig nicht leidet.

Bio-Sprit E10 Verträglichkeitsliste

Hier als PDF Verträglichkeitsliste nach Herstellern bei der DAT (Deutsche Automobiltreuhand)

Zudem reißt die Kritik an E10 und dem Krisenmanagement nicht ab. Gerd Billen, Vorsitzender des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes, spricht von einer „Missachtung der Verbraucher“ und beklagt, dass es keine „schriftliche erweiterte Garantie der Hersteller gegenüber ihren Kunden“ geben soll. Billen: „Dann hätte für jeden Autobesitzer Klarheit und Rechtssicherheit geherrscht.“

Die größten Spritschlucker der Straße

Hier sind die größten Spritfresser: Der sparsamste, der Pickup F-250 von Hersteller Ford, verbraucht im Schnitt etwa 16,2 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Flying Spur kam im Jahr 2006 auf den Markt. Er verbraucht 17,4 Liter auf 100 Kilometer bei 560 PS. © dpa
Die Limousine 57S von Hersteller Maybach ist mit 612 PS sehr leistungsstark. Allerdings verbraucht das Auto auch 18,1 Liter/100 km. © dpa
Auch Mercedes ist bei den Benzinverbrauchern vertreten. Der ML 63 verbraucht wie der Maybach etwa 18,1 Liter/100 km. © dpa
540 PS stark ist der Ferrari 612 Scaglietti, mit Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h - aber er schluckt auch knapp 19 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Azure war 1998 das teuerste Cabrio der Welt. Das heutige Modell verbraucht 19,6 Liter Super Plus im Schnitt. Im Stadtverkehr schluckt er ordentlich: Über 26 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Supersportwagen Veyron von Bugatti rast mit über 400 km/h nur so über die Straßen - im Schnitt verbraucht er 21,4 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Als Stadtfahrzeug ist der Bugatti allerdings nicht wirklich geeignet. Da erhöht sich der Verbrauch nämlich auf satte 30 Liter/100 km. © dpa
Murciélago, auf Spanisch Fledermaus, ist der Name dieses Lamborghini. Es war der Name eines erfolgreichen Kampfstiers in Spanien. © dpa
Aber er trinkt wohl mehr, als der Stier. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331 km/h verbraucht der Murciélago im Schnitt 22,4 Liter - der Topschlucker. © dpa

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Der Vorschlag sei daran gescheitert, dass die Industrievertreter keine Zusage bei der Übernahme der Kosten gemacht hätten. Für Grünen-Chef Cem Özdemir ist E10 die „uneffizienteste Weise“, den CO2-Ausstoß zu verringern. Als Beitrag des Autoverkehrs zum Klimaschutz nennt er Tempolimit, Elektromobilität, Hybridfahrzeuge und die Förderung des öffentlichen Verkehrs. Regierung, Wirtschaft und Verbände hatten sich am Dienstag darauf geeinigt, die Autofahrer besser über E10 aufzuklären. Alle Beteiligten halten aber am Biosprit fest.

tz

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