Erfolg auf allen vier Reifen

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Früher war der Allrad-Antrieb ein Privileg von Rallye- und Geländewagenfahrer: Heute finden Allradler in den beliebten SUVs Verbreitung - wie zum Beispiel im BMW X3 mit xDrive.

Früher war der Allradantrieb nur etwas für Geländewagen und Rallye-Autos. Doch mittlerweile ist er längst bei ganz normalen Pkw in Mode - und hat selbst im Elektrozeitalter eine große Zukunft.

Denn im Windschatten von Rallye-Legenden wie Walter Röhrl ist nicht nur die Zahl der Offroader deutlich gewachsen, sondern auch die Auswahl konventioneller Modelle mit Allradantrieb. Limousinen, Kleinwagen, selbst Vans, Kombis und leichte Nutzfahrzeuge setzen auf den Traktionsvorteil.

Das Spektrum reicht vom Fiat Panda 4x4 bis zur S-Klasse 4Matic. BMW beispielsweise bietet mittlerweile 45 Modellvarianten mit Allradantrieb an, darunter den Siebener. Mercedes hat auch den CLS erstmals als Allradler im Programm. Und Audi plant auch den A1 als Quattro. Den Erfolg der Technologie dokumentieren die Zulassungszahlen. 1980 lag der Anteil der Allradzulassungen nur bei 0,6 Prozent. Schon 1990 waren es bereits 3,8 Prozent gewesen. Und heute sind wir bei mehr als fahren nicht nur sicherer, der Allradantrieb verbessert vor allem bei Fahrzeugen mit viel PS die Traktion.

4 X 4 Technik kostet extra

Der Allradantrieb ist längst auch zum Marketing-Instrument geworden: Vor allem den Premiumherstellern ist es gelungen, den Allradantrieb wie Audi mit Quattro oder Mercedes mit 4matic zur Marke in der Marke zu machen und als exklusive Optionen zu positionieren. Das sichert hohe Einbauraten. Und damit gutes Geld: Schließlich gibt es die Technik nicht zum Nulltarif. Mercedes etwa verlangt in der C-Klasse rund 2400 Euro Aufpreis, beim Audi A4 liegt der Quattro-Aufschlag bei 2200 Euro, der VW Golf ist als 4Motion etwa 1800 Euro teurer.

quattro & Co wohl nicht zu bremsen

Bei Opel beläuft sich der Zuschlag für den Insignia auf gut 3000 Euro, und bei BMW kostet der xDrive im Fünfer GT rund 2600 Euro mehr. Die Allradtechnik ist heute hochkomplex - zum Beispiel bei der Kraftverteilung. Wo der Kraftfluss früher vor allem mechanisch oder mit speziellen Kupplungen geleitet wurde und zum Teil sogar Untersetzungsgetriebe zum Einsatz kamen, übernimmt heute oft das elektronische Stabilitätsprogramm. Bei Schlupf schaltet die Elektronik automatisch die zweite Antriebsachse zu. Sobald einzelne Räder durchdrehen, wird die Kraft auf andere umgeleitet. Der Effekt: verbesserte Traktion und optimierte Fahrdynamik. Beim neuen BMW X3 wird die Kraft in Kurven bewusst nach hinten geleitet, damit das Auto sportlicher wirkt.

Eine Allrad-Ikone im Schnee: Mit dem Audi Quattro brach bei Audi das Allrad- Zeitalter an - mittlerweile läuft rund jedes dritte Auto aus Ingolstadt mit Vierrad- Antrieb vom Band.

Auch der Trend zu Elektroautos wird den Siegeszug von quattro & Co wohl nicht bremsen. Bei vielen Modellen ermöglicht der elektrische Antrieb überhaupt erst die Allradtechnik - so bei der Hybrid-Variante des Peugeot 3008. Während der Dieselmotor die Vorderachse antreibt, ist der Elektromotor in die Hinterachse integriert. Arbeiten beide zusammen, fährt der 3008 deshalb tatsächlich auf allen Vieren. Daneben sind auch rein elektrisch fahrende Autos oft als Allradler konzipiert, der Mercedes SLS e-cell beispielsweise oder der Audi e-Tron.

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