Fiat 500L Trekking

Hier fährt die gute Laune mit

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Familientauglich: Autor Oliver Menner und sein Nachwuchs testeten den Trekking auch abseits der Piste.

Aha, noch so ein aufgebocktes Teil, das auf der SUV-Welle surft. Meint man. Aber weit gefehlt: Der Fiat 500L Trekking ist ein „Produkt“, das für sich ganz allein stehen bzw. fahren kann.

Und: Dieses Auto macht richtig Freude! Okay, gewöhnungsbedürftig ist eventuell die Optik von hinten (ein bisschen wie ein Toastbrot auf Rädern), auch der externe Tomtom-Navi-Aufbau im sonst formschönen Cockpit ist nicht mehr ganz zeitgemäß und die Start-Stopp-Automatik reagiert ein wenig nervös …

FiatL Trekking: Der Basispreis für den kleinsten Benziner (1,4 Liter, 16V) liegt bei 19.550 Euro.

Aber ansonsten gibt es an dieser spritzig quietschvergnügten Fünftürer-Familienkarre absolut nichts auszusetzen – außer, dass man sie (noch) nicht oft genug sieht auf unseren Straßen. Was ein Vorteil sein kann, wenn man auf den Hinguckeffekt setzt. Denn natürlich ist der große Bruder des 500 eher als schickes Shopping-Mobil denn als waschechter Offroader gedacht. Der wendige (trotz seiner beachtlichen 4,3 Meter) und antrittsschnelle SUV macht auch wirklich eine gute Figur – dafür sorgen Diffusor, Seitenschweller und Radkastenverkleidungen in selbstbewusster Optik, bullige Nebelscheinwerfer sowie satinierte Chrom-Seitenschutzleisten, Türgriffe und Einsätze.

Im Trekking ist richtig Platz für fünf bis sechs Leute, dazu gibt’s reichlich Ellbogenfreiheit vorne und hinten genug Volumen, dass man auch mit zwei Kindersitzen (Isofix) bequem zurechtkommt. Außerdem hat der „große Italiener“ ordentlich Bumms unter der Haube.

Fiat 500L Trekking 1,6 MultiJet

Leistung: 105 PS Drehmoment: 320 Nm bei 1500 U/min
Höchstgeschw.: 175 km/h
0 auf 100 km/h: 12,0 Sek. Hubraum: 1598 ccm
Verbrauch EU Drittelmix: 4,7 l/100km (Werksangabe)
CO2: 122 g/km
Leergewicht: 1450 kg Kofferraumvol.: 400 - 1310l Basispreis: 19.550 Euro

Wir haben den Trekking zusätzlich beim Namen genommen und ihn abseits der gespurten Loipen im Erdinger Hinterland getestet. Mit großem Vergnügen: Mit und ohne wahlweise zuschaltbarer elektronischer Traktionskontrolle zeigte sich der 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit seinen 105 PS und um 13 Millimeter erhöhter Bodenfreiheit Offroadtauglich. Der Vorderantriebler zog auch noch im fünften Gang bei steilem Gelände auf Wald- und Forstwegen richtig gut! Selbst der Verbrauch kann sich mit 6,7 Litern gerade noch sehen lassen. In puncto Kofferraumkapazität (einfach: 400 Liter, mit umgeklappter Rückbank auf 1310 Liter erweiterbar) könnte man noch nachbessern. Starkes Plus: die breite, leichtgängige Heckklappe, die keine Gewichtheberarme erfordert.

Bereits zur Serienausstattung gehören elektronische Fahrstabilitätskontrolle (ESP), Klimaanlage, Geschwindigkeitsregelanlage, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, getönte Scheiben hinten, Einparksensoren hinten sowie eine Audioanlage mit CD-Player, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelichtfunktion, Fünf-Zoll-Touchscreen und Bluetooth-fähige Freisprechanlage. Dazu hat der Große 500er natürlich jede Menge komfortablen Schnickschnack (höhenverstellbarer Fahrersitz und Lederlenkrad, Tagfahrlicht, 17-Zoll-Leichtmetallräder mit M+S-Bereifung, Geschwindigkeitsregler) sowie viel brauchbares Allerlei (beheizbare Frontscheibe, Klimaautomatik, elektrisches Panorama-Glasschiebedach, Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrerseite).

Fazit

Trotz rund 26.000 Euro in der Anschaffung (so viel hätte unsere Testversion gekostet) ein munteres Wägelchen, dass seinen Preis wert ist. Der Basispreis für den kleinsten Benziner (1,4 Liter, 16V) liegt bei 19.550 Euro.

Oliver Menner

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