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Teurer Führerschein: Die Schweden und die Schweizer zahlen am meisten

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Die Fahrschulkosten zählen zu den größten Posten im Budget junger Deutscher. Im Europa-Vergleich zahlt man in anderen Ländern aber deutlich mehr.

Wer in Deutschland den Führerschein machen will, sollte schon mal rechtzeitig zu sparen beginnen – es sei denn, er kann auf einen kräftigen Zuschuss von Eltern oder Großeltern oder einer anderen spendablen Person hoffen. Je nach Anzahl der Fahrstunden und je nachdem, ob man gleich im ersten Anlauf die theoretische Prüfung (deren Fragenkatalog immer wieder angepasst wird) und die praktische Prüfung besteht, werden hierzulande inzwischen zumeist nicht weniger als 2.000 Euro fällig – teils aber auch deutlich mehr. Ein Vergleichsportal hat nun die Führerscheinkosten europaweit unter die Lupe genommen – Ergebnis: In anderen europäischen Ländern muss man teils noch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Teurer Führerschein: Schweden und Schweizer zahlen am meisten für den „Lappen“

Das britische Vergleichsportal confused.com hat die Kosten in den verschiedenen Ländern verglichen und festgestellt: Am kostspieligsten ist es in Schweden, den Führerschein zu machen. Hier müssen 13,75 Prozent eines durchschnittlichen Jahreseinkommens investiert werden.

Ein Fahrschulschild auf einem Auto
Ein Führerschein ist in Deutschland kein billiges Vergnügen – doch in anderen europäischen Ländern zahlt man noch mehr. (Symbolbild) © Michael Gstettenbauer/Imago

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Teurer Führerschein: Deutschland preislich im europäischen Mittelfeld

In Deutschland sind es 8,14 Prozent des durchschnittlichen Jahreseinkommens – und das ist immer noch weniger als in den Niederlanden (8.64 Prozent), Frankreich (8,82 Prozent), Österreich (10,10 Prozent) und der Schweiz (10,37 Prozent). Berücksichtigt wurden bei dem Vergleich jeweils Gebühren für Fahrstunden, Prüfungen und die Ausstellung des Dokuments. Wer seinen Führerschein verliert, muss in Deutschland mit Kosten in Höhe von knapp 40 Euro rechnen – und jede Menge Dokumente für die Ausstellung eines neuen einreichen.

Führerschein: In Polen kostet der „Lappen“ im Schnitt nur 510 Euro

Ziemlich günstig ist ein Führerschein der Auswertung zufolge in Malta: Hier müssen gerade einmal 5,4 Prozent des durchschnittlichen Jahreseinkommens investiert werden – auch in Polen (6,38 Prozent) und in Luxemburg kommt man billiger weg als in Deutschland.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Etwas anders sieht es aus, wenn man die absoluten Kosten betrachtet: So gesehen zahlen die Schweizer mit im Schnitt 4.580 Euro am meisten für den Schein – am günstigsten ist er aus dieser Warte in Polen mit gerade einmal 510 Euro. Auch hier liegt Deutschland wieder im Mittelfeld – mit durchschnittlichen Kosten in Höhe von 2.169 Euro. (Mit Material von SP-X)

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