Für Autos tabu: Radfahrstreifen auf der Fahrbahn

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Die Straße entlang der Alsterwiesen ist allein für den Fahrradverkehr und Anlieger freigegeben. 

Vorsicht bei gekennzeichneten Radfahrwege oder Radfahrstreifen am Fahrbahnrand. Hier haben Autofahrer eigentlich nichts zu melden.

Immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen, wenn Autofahrer und Radler nebeneinander fahren. Speziell gekennzeichnete Radfahrwege oder Radfahrstreifen am Fahrbahnrand sollen für mehr Sicherheit sorgen. Sie sind, gut erkennbar mit einer durchgehenden weißen Linie.

Und diese ist von der Fahrbahn getrennt. Autofahrer dürfen sie in der Regel nicht benutzen oder überfahren, erläutert der Tüv Nord. Auch parken darf man darauf nicht. Wer sich nicht an die Vorgaben der Verkehrsordnung hält, muss mit einem Bußgeld oder einem Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister rechnen.

Wann ist das Überfahren erlaubt?

Die einzigen Ausnahmen, die das Überfahren erlauben, sind, wenn man einen Parkplatz ansteuert oder zu einem Grundstück fahren möchte, das sonst nicht anders zu erreichen ist. Dabei dürfen Radfahrer aber nicht behindert oder gefährdet werden.

Neben dem reinen Radfahrstreifen gibt es auch noch den sogenannten Schutzstreifen für Radfahrer - auch Angebotsstreifen genannt. Er ist mit einer gestrichelten Linie auf der Fahrbahn markiert. Er darf laut Straßenverkehrsordnung (StVO) bei Bedarf befahren werden, wenn dabei Radfahrer nicht gefährdet werden. Das gilt zum Beispiel in einer engen Straße, wenn man einem entgegenkommenden Bus oder Lkw kurzfristig ausweicht. Auch das Halten ist auf dem Schutzstreifen für maximal drei Minuten zulässig.

Bußgeld-Katalog: Das kosten Radl-Sünden

Bußgeld Radfahrer
Rücksichtlose Radfahrer werden stärker zur Kasse gebeten. Was Verkehrssünden jetzt kosten: © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wussten Sie, dass freihändiges Fahren verboten ist? 5 Euro kostet es, wenn Sie erwischt werden. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer einen vorhandenen beschilderten Radweg nicht benutzt, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 20 bis 35 Euro. Bisher wurde das mit 15 bis 30 Euro​ geahndet. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Nebeneinander radeln ist zwar für manchen Autofahrer ärgerlich, aber grundsätzlich nicht verboten. Nur wenn andere behindert oder gefährdet werden, kann es kosten: 15 bis 25 Euro. © dpa
Fahren auf dem Fußweg wird mit 10 bis 20 Euro geahndet. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer in einer Einbahnstraße in die falsche Richtung radelt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 20 bis 35 Euro rechnen (statt bisher 15 bis 30 Euro​). © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wenn Bremsen, Klingel oder Reflektoren fehlen oder nicht den Vorschriften entsprechen, wird ein Bußgeld von 15 Euro fällig. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Auf dem Gepäckträger mitfahren ist ebenfalls verboten. Wer eine über sieben Jahre alte Person auf einem einsitzigen Fahrrad befödert, zahlt derzeit 5 Euro. (Kinder bis sieben Jahre dürfen in Kindersitzen mitfahren). © dpa
Bußgeld Radfahrer
Enorm gefährlich und richtig teuer wird es, wenn ein Bahnübergang trotz geschlossener (Halb-)Schranke überquert wird. Diese Radl-Sünde kostet derzeit 350 Euro. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Telefonieren auf dem Fahrrad ohne Freisprecheinrichtung kostet 25 Euro. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Mit dem Fahrrad in der Fugängerzone fahren: 15 bis 30 Euro. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer ohne Licht unterwegs ist, zahlt künftig 20 statt 10 Euro. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Auch für Autofahrer gelten neue Strafen: Wenn diese auf Radwegen parken, soll die Geldbuße von 15 auf mindestens 20 Euro angehoben werden. Wer mit seinem Wagen einen Schutzstreifen für Radler blockiert, muss demnach 20 statt 10 Euro zahlen. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer eine rote Ampel überfährt muss 45 Euro berappen. Gefährdet man dabei andere, kostet es 100 Euro, wenn es zum Unfall kommt, muss man sogar 120 Euro zahlen. © dpa
Bußgeld Radfahrer
Wer an Fußgängerüberwegen (z. B. am Zebrastreifen) deren Vorrang missachtet, muss mit einem Bußgeld von 40 bis 60 Euro rechnen. © dpa

dpa/tmn

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