Raserbremse

Großstädte rüsten auf: Mehr Blitzer sollen die Straßen überwachen

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Auch Berlin hat inzwischen mehr Blitzer installiert: In diesem Jahr wurden elf neue Messgeräte angeschafft.

Großstädte investieren verstärkt in Blitzer-Anlagen. Das rechnet sich, die Einnahmen gehen in die Millionen. Schrecken die Blitzer auch wie gewünscht ab?

Berlin - Viele der größten deutschen Städte rüsten bei Blitzern auf. Den Kommunen bringt das Millioneneinnahmen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den zehn größten deutschen Städten ergab.

Hamburg nimmt fast 19 Millionen Euro durch Blitzer ein

Die zweitgrößte deutsche Stadt Hamburg etwa hat dieses Jahr in sechs neue stationäre Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen investiert. An 40 Standorten wird inzwischen dauerhaft geblitzt, ein weiteres Gerät kommt bis Jahresende hinzu. Das lohnt sich auch finanziell: Fast 18,9 Millionen Euro sind bis Ende November in die Kasse geflossen, das sind über drei Millionen Euro mehr als 2017 insgesamt.

"Inzwischen sind die Einnahmen aus den fest installierten Blitzern ein lukratives Geschäft für den Senat geworden", heißt es in einer schriftlichen Anfrage des CDU-Abgeordneten Dennis Thering an die Bürgerschaft aus dem vergangenen Jahr. "Uns geht’s nicht darum, die Leute abzukassieren", betont Pressesprecher Frank Reschreiter. "Aber wer zu schnell fährt, gefährdet sich und die anderen."

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Weniger Raser in Stuttgart dank mehr Blitzer

In Stuttgart wird ebenfalls häufig geblitzt, über elf Millionen Euro hat die Stadt vergangenes Jahr nach eigenen Angaben eingenommen. 34 stationäre Blitzer und sechs Fahrzeuge sind hier im Einsatz. Aber viele Autofahrer scheinen ihre Lektion zu lernen. So zeigen Messungen an der Hohenheimer Straße, eine der Hauptverkehrsadern in der Innenstadt, dass hier noch gut vier Prozent zu schnell fahren. Zu Beginn der Messungen seien es noch mehr als sieben Prozent gewesen, sagt die Stadt.

"Es gilt die Faustregel: Je häufiger eine bestimmte Messstelle angefahren wird, desto höher liegt der Bekanntheitsgrad, und umso mehr sinken die gefahrenen Geschwindigkeiten", erklärt Markus Kalb vom Straßenverkehrsamt Frankfurt am Main. Stationäre Blitzer sind demnach besonders effektiv. Sie haben der Stadt allein bis Ende Oktober vier Millionen Euro eingebracht. Und: An manchen Stellen in der Stadt sei die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße um 90 Prozent zurückgegangen.

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Köln verrät Standorte mobiler Blitzer

Köln bemüht sich deshalb nach eigenen Angaben, auch die Standorte der mobilen Blitzer möglichst bekanntzumachen. "Überall dort, wo mobile Blitzer eingesetzt werden, sind diese deutlich sichtbar - allein durch diese Präsenz werden viele Autofahrer aufmerksam und fahren langsamer", sagt Stadtpressesprecher Lars Hering. Die Standorte der Blitzer werden jede Woche auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht.

Auch Köln rüstet weiter auf: Bald gehören Köln 39 stationäre Blitzer, sieben Radarwagen, zwei Blitztonnen und zehn semistationäre Anlagen - das sind Anhänger, die am Straßenrand abgestellt werden.

Elf neue Blitzer-Standorte in Berlin

In Berlin wird ebenfalls häufiger geblitzt: In diesem Jahr hat die Stadt Blitzer an elf neuen Standorten installiert, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Rund 1,4 Millionen Euro hat sich Berlin das kosten lassen, aber die Investition dürfte sich lohnen.

Dortmund verstärkt ebenfalls seine Radarkontrollen. Aktuell sind sechs stationäre Anlagen und fünf Messfahrzeuge im Einsatz, im nächsten Jahr kann an 18 Standorten gleichzeitig geblitzt werden.

Düsseldorf testet neue Blitzeranlagen

Neu sind die semistationären Anlagen. Frankfurt am Main hat dieses Jahr einen solchen Anhänger gekauft, Düsseldorf testet ihn gerade. "Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass solche Blitzer-Anhänger sich dazu eignen, die Lücke zwischen den sogenannten Starenkästen und den letztlich nur punktuellen Überwachungen an wechselnden Orten zu schließen", sagt Volker Paulat vom Ordnungsamt Düsseldorf. Schon ohne den neuen Anhänger hat die Stadt vergangenes Jahr 7,4 Millionen Euro durchs Blitzen kassiert.

In München betreibt die Stadt einen stationären Blitzer, darüber hinaus hat die Polizei nach Angaben eines Sprechers acht stationäre Rotlichtblitzer, fünf stationäre Geschwindigkeitsblitzer sowie drei stationäre Anlagen, bei denen beides kombiniert wird. Darüber hinaus sind mobile Blitzer im Einsatz.

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dpa

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
Nach Toleranzabzug ist das Pferd mit einer Geschwindigkeit von 59 Stundenkilometern in die Messanlage galoppiert. Erlaubt sind an der Bundesstraße 455 in Eppstein allerdings nur 50 Stundenkilometer. Doch zu schnell war das Tier keinesfalls unterwegs. Ein vorbeifahrendes Auto hatte den Blitzer ausgelöst. © Stadt Eppstein
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert.
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei Aachen
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße. © 
Hundemann oder Alien? © mm
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
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Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen.
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen. © mm
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Prozession der Biker: Das "Führungsfahrzeug" kam wohl um ein Bußgeld nicht herum. © mm
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus (2014)
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus. © Polizei
Raser auf Schienen.
Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
Schlechte Aussicht: Wäre der Teppich geschickter aufgeladen worden, hätte der Fahrer die Blitz-Gefahr wohl erkannt. © mm
Ist der Weihnachtsmann am 28. Dezember wirklich noch im Stress? Und woher hat er den diesen neuen Schlitten? Fragen über Fragen - doch auf alle Fälle war hier ein hier ein Strafzettel für zu schnelles Fahren fällig.  © Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt.    © dpa
Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei

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