Trotz Anschnallpflicht

Jeder Dritte ist auf der Rückbank ein Gurt-Muffel

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Sicherheitsgurte können Leben retten - nicht nur bei kleinen Kindern.

In Europa sind 8600 Menschen im Jahr 2012 gestorben, weil sie keinen Sicherheitsgurt angelegt hatten, schätzt der Europäische Rat für Verkehrssicherheit. Viele ignorieren die Anschnallpflicht.

Gerade im Fond auf dem Rücksitz schnallen sich die meisten einfach nicht an. Rund ein Drittel aller Europäer ist auf dem Rücksitz eines Autos nie oder zumindest nicht regelmäßig angeschnallt, wie eine Umfrage im Auftrag des Autoherstellers Ford ergab. Der Grund: angeblich sei der Sicherheitsgurt zu unbequem. 

Allerdings gibt es unter den europaweiten Gurt-Muffeln Unterschiede. In Rumänien legen demnach 84 Prozent keinen Sicherheitsgurt auf den Rücksitzen an, in Italien sind es 56 Prozent und in Spanien 39 Prozent.

In Deutschland verhalten sich Passagiere im Auto vorbildlich: Nur drei Prozent tragen im Auto keinen Sicherheitsgurt.

Auch wer seinen geliebten Vierbeiner im Auto mitnimmt, sollte bestimmte Dinge beachten. Hunde, wie auch andere Tiere, müssen während der Fahrt gesichert sein

Für die Sicherheit: Richtig Sitzen im Auto

Auto Sicherheit Sitzen Gurt Airbag
Gurt und Airbag müssen sich laut ADAC an das individuelle Gewicht des Insassen und an seine Sitzposition anpassen. © ADAC/dpa
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Die richtige Sitzposition: Beim Unfall kann das Sitzen hinterm Steuer entscheidend sein. Die Rückhaltesysteme schützen besser, wenn extreme Sitzpositionen vermieden werden. © ADAC/dpa
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GUT: Mit der entspannten Sitzhaltung lässt sich das Fahrzeug am besten beherrschen. Der Abstand zum Airbag ist ausreichend. © ADAC/dpa
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Schlecht: Die verkrampfte Haltung stört beim Fahren. Beim Frontalunfall ist mit höheren Belastungen im Brustbereich zu rechnen. © ADAC/dpa
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Schlecht: Die lässige Sitzposition erschwert schnelle Ausweichmanöver. Das Gurtband liegt bei manchen Autos nicht exakt an Schulter und Brust an. © ADAC/dpa
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Verletzungsrisiko bei Personen außerhalb der Norm: Brustverletzungen. Bei Frauen wurden in 62 Prozent der Fälle schwere Verletzungen in der Brustregion festgestellt. Bei Männern liegt der Anteil mit 46 Prozent deutlich niedriger. Ein Grund dafür ist, dass Frauen häufiger als Männer direkt am Lenkrad sitzen, also knapp vor der Stelle, an der der Front-Airbag mit einer hohen Anfangsgeschwindigkeit von über 300 km/h in den Innenraum des Fahrzeugs schnellt. © ADAC/dpa
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Airbag Ausstattungsquote © ADAC/dpa
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Die Rückhaltesysteme für den Notfall sind auf den sogenannten „Norm-Mann“ ausgelegt. Er wiegt 75 Kilogramm und ist 1,75 Meter groß. Personengruppen, die diesem Standard nicht entsprechen, haben im Fall eines Crashs entsprechend schlechtere Karten. © ADAC/dpa
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Der ADAC fordert deshalb die Entwicklung von intelligenten Gurten und Airbags, die sich auch auf Personen außerhalb der Norm einstellen lassen und diese so besser schützen. © ADAC/dpa

ml

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