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Neue Typklassen bei Kfz-Versicherung: Für Millionen Autofahrer wird es teurer

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Jeder Fahrzeughalter muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen – für Millionen von Versicherungsnehmern wird diese im Jahr 2023 teurer.

Es gibt viele Dinge, da hat man im Leben die Wahl: Autofahrer können sich zum Beispiel überlegen, ob sie ihr Auto Vollkasko versichern wollen – oder etwa zur günstigeren Teilkasko greifen. Wer schon ein älteres Fahrzeug hat, kann eventuell auch gänzlich auf eine Kasko-Versicherung verzichten. Nicht verzichten kann man dagegen auf eine Kfz-Haftpflichtversicherung: Jeder Fahrzeughalter in Deutschland ist verpflichtet, eine solche abzuschließen. Jetzt gibt es neue Typklassen für knapp 13 Millionen Autofahrer – und für viele davon wird es nun teurer.

Neue Typklassen bei Kfz-Versicherung: Für Millionen Autofahrer wird es teurer

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neue Typklassenstatistik für rund 32.000 verschiedene Automodelle veröffentlicht. Die gute Nachricht: Für rund 4,8 Millionen Fahrzeughalter wird es durch eine bessere Typklasse günstiger. Die schlechte: Deutlich mehr müssen künftig tiefer in die Tasche greifen: Für etwa 8,1 Millionen Halter gelten ab 2023 höhere Einstufungen.

Eine Frau mit einem kaputten Auto
Die Typklasse eines Fahrzeugmodells ist ein wichtiger Faktor bei der Berechnung der Versicherungsprämie. (Symbolbild) © Addictive Stock/Imago

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Neue Typklassen bei Kfz-Versicherung: GDV-Statistiker werten Schadensbilanzen aus

Einmal jährlich werten Statistiker des GDV die Schadensbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automobile aus. Werden durch ein Automodell im Schnitt viele Schäden und hohe Versicherungsleistungen verursacht, wird es in eine hohe Typklasse eingestuft – bei wenigen Schäden und geringen Kosten in eine niedrige. In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10-25) – in der Vollkasko 25 (10-34) und in der Teilkasko 24 (10-33).

Niedriger (und somit günstiger) in Haftpflicht als im Vorjahr eingestuft wurden beispielsweise der Škoda Kamiq 1.5 TSI und der Toyota C-HR Hybrid 2.0 – beide verbesserten sich um drei Klassen. Teurer wird es dagegen für Halter eines Nissan Leaf oder Mercedes GLC 250 Coupé 4Matic – beide Fahrzeugmodelle wurden um zwei Klassen schlechter einsortiert.

Wichtig ist allerdings festzuhalten, dass die Versicherungsprämie nicht allein durch die Typklasse festgelegt wird. Der Beitrag wird durch viele Faktoren beeinflusst: Auch die Regionalklasse, die jährlich gefahrenen Kilometer, die Anzahl schadenfreier Jahre sowie das Alter des Nutzers spielen dabei unter anderem eine Rolle.

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