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Kinderfahrräder: Teils zu schwache Bremsen und Schadstoffe

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Cube Kid 200 Street
Das dritte „gut“ bewertete Modell: Das „Cube Kid 200 Street“ für 480 Euro. © Ralph Kaiser/Stiftung Warentest/dpa-tmn

Der Alltag von Kindern kann turbulent sein - auch auf dem Fahrrad. Daher sollten die Räder für sie sicher, robust und unbedenklich sein. Ein Test zeigt: Das gewährleistet längst nicht jedes Modell.

Berlin/München - Alle fahren in der Praxis gut, aber fast die Hälfte hat Sicherheitsmängel und viele zeigen bei Schadstoffen Auffälligkeiten. So lautet das durchwachsene Fazit eines Tests von zwölf Kinderfahrrädern zu Preisen von 270 bis 575 Euro.

Aber in der Untersuchung von ADAC und Stiftung Warentest gibt es auch klare Sieger. Darunter ist das günstigste Rad im Testfeld, wie die Stiftung in ihrer Zeitschrift „test“ (6/2022) berichtet.

Ein Trio bekommt die Testnote „gut“

Im Vergleich ganz vorn und jeweils „gut“ bewertet rollen vor: Das „Puky Skyride 20-3 Alu Light“ für 460 Euro - allerdings laut Hersteller ein Auslaufmodell. Dahinter folgen das „Cube Kid 200 Street“ (480 Euro) und das „Decathlon City Bike 20 Zoll D4 Rock“ (270 Euro). Fazit der Tester: „Alle drei fahren gut, sind sehr sicher und robust“.

Decathlon City Bike 20 Zoll D4 Rock
Preiswert und „gut“: Das günstigste Modell im Test gehört zu den besten. Das „Decathlon City Bike 20 Zoll D4 Rock“ kostet 270 Euro. © Ralph Kaiser/Stiftung Warentest/dpa-tmn

Im weiteren Feld schneiden ein Drittel der Modelle mit der Note „befriedigend“ ab. Fünf Fahrräder fallen aber mit „mangelhaft“ durch, darunter das teuerste Modell im Vergleich. Diese Räder zeigten nach dem Haltbarkeitstest beispielsweise Risse an der Tretkurbel oder scheiterten am Bremsentest.

Schadstoff im Sattel

Was auffiel: In der Hälfte aller Sattelbezüge fand sich ein hoher Gehalt des Weichmachers DPHP. Der ist nicht verboten. Dennoch rät das Bundesinstitut für Risikobewertung, bei Kinderprodukten möglichst auf ihn zu verzichten. In einem weiteren Bezug fand sich ein polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff (PAK), der Gehalt lag aber unter dem Grenzwert, den das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ vorschreibt.

So werden die sieben betroffenen Modelle im Kapitel Schadstoffe mit „ausreichend“ bewertet. Aber: „Ein akutes Risiko geht von beiden Substanzen nicht aus“, heißt es in dem „test“-Bericht. dpa

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