So teuer kann es werden

Lichthupe und Hupe sind aus Frust und Ungeduld tabu

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Die Lichthupe darf nur benutzt werden, um vor Gefahren zu warnen - Drängler auf der Autobahn haben schlechte Karten.

Bonn - Mal eben den Nachbarn auf der Straße zur Begrüßung anzuhupen oder den Vordermann bei Grün zum Losfahren zu drängen, mag für einige Autofahrer fast alltäglich sein. Doch erlaubt ist das nicht - und kann teuer werden.

Lichthupe und Hupe sind Warnzeichen im Straßenverkehr. Autofahrer dürfen sie einsetzen, wenn sie sich von anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet fühlen oder um andere vor Gefahren zu warnen.

In diesen Fällen ist Hupen erlaubt

Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) nennt als Beispiel einen unachtsamen Fußgänger, der zum Überqueren der Straße ansetzt. Oder auch, wenn ein Auto langsam aus einer schlecht einsehbaren Grundstücksausfahrt auf die Straße fährt und dadurch eine Kollision droht.

Lichthupe außerhalb der Ortschaft: Strafe bis zu 400 Euro

Außerhalb einer Ortschaft können Autofahrer vor dem Überholen hupen oder die Lichthupe nutzen. Nicht erlaubt: andere etwa auf der Autobahn zum Ausweichen zu drängen. "Die Lichthupe darf niemals aus kurzem Abstand betätigt werden, um ein vorausfahrendes Fahrzeug von der Fahrspur zu vertreiben", erklärt Rademacher. Hier drohen Bußgelder und Strafen von 25 bis 400 Euro, Punkte in Flensburg, Fahrverbote und im Extremfall sogar Gefängnis. Auch tabu: einen zögernden Fahrer an einer grünen Ampel anzuhupen.

Ampelschnarcher anhupen?

Auf Hupen zur Begrüßung und Verabschiedung sollten Fahrer ebenfalls verzichten. Und wer andere durch Licht- oder Tonsignale vor einem Blitzer warnt, muss mit 5 bis 10 Euro Strafe rechnen. Bei einem Autokorso, etwa anlässlich einer Hochzeit, drücke die Polizei meist ein Auge zu, wenn der Verkehr nicht gefährdet wird, erklärt Rademacher.

Das sind die nervigsten Autofahrer

Autofahrer Verkehrssünder
Straßenrambos geben Gas oder drängeln, andere blockieren hartnäckig die Mittelspur. Hinterm Steuer bauen viele beruflichen und privaten Stress ab. Diese Autofahrer sind echt nervig: © dpa
Autofahrer Verkehrssünder
1. Auffahrer: Obwohl ungenügender Sicherheitsabstand ein gravierendes Unfallrisiko ist, klebt der anderen immer an der Stoßstange. Im Crashtest bei Tempo 100 kann selbst ein Profi hinterm Steuer nicht mehr reagieren, wenn der Vordermann plötzlich bremst. Die Regel lautet: "Abstand = halber Tacho". © dpa
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2. Straßenrambo: Der Drängler gibt auf der Autobahn Vollgas. Mit Lichthupe kämpft er sich die linke Spur frei. Sie halten die linke Spur für eine reine Überholspur. © dpa
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3. Mittelspur-Blockierer: Die Mitttelspur ist ihre Heimat. Egal, ob die Autobahn frei ist oder das Tempo auf der rechten Spur höher ist. © dpa
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4. Blinkmuffel: Abbbiegen, wenn es einem gefällt. Vielleicht brennt ja ein Lämpchen durch, wenn man zuviel blinkt? Oder schont das Nicht-Blinken die Batterie?  © dpa
Autofahrer Verkehrssünder
5. Gehweg-Blockierer: Diese Autofahrer denken sie stehen in der Rangordnung des Straßenverkehrs an oberster Stelle. Fußgänger oder Radfahrer haben sich unterzuordnen. © dpa
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6. Parkplatz-Blockierer: Dem Parkplatz-Blockierer gehört scheinbar die ganze Welt oder möglichst viel Raum. Warum nur einen Parkplatz belegen, wenn man mindestens zwei haben kann? Markierungen auf dem Asphalt übersieht er gnadenlos. © dpa
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7. Einfädel-Ignorierer: Bis zum Ende der Spur durchfahren, dann einfädeln, so lautet die Regel. Auch wenn Stauexperten immer wieder und wieder dazu raten, stößt diese Empfehlung bei vielen Autofahrern auf taube Ohren. © dpa
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8. Musik-Mobil: Der Bass wummst und selbst bei geschlossenen Türen und Fenstern ist der Sound aus dem Auto unüberhörbar. Lautes Musikhören kennt übrigens keine Altersgrenzen. © dpa
Ampel
9. Der Farbenblinde: Die Ampel steht nur kurz auf grün, doch das stört den Farbenblinden kaum. Falls er dann endlich mal langsam über die Kreuzung rollt, ist er der Einzige. © dpa
Scheibenwischer
10. Scheibenwischer-Fans: Diese Autofahrer stehen auf einen klaren Durchblick. Die Wischanlage ist immer im Einsatz: bei Tempo 50 in der Stadt oder auf der Autobahn. © dpa
Autofahrer Verkehrssünder
11. Vorfahrt-Erzwinger: Kreuzungen in Wohngebieten sind ihr Revier. Sie schleichen sich freundlich an und setzten dann knallhart ihren Willen durch. © dpa

dpa

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