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Lohnt sich Der Dacia Dokker als Gebrauchter?

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Der Dacia Dokker (2012 bis 2020)
Mobiles Raumkommando: Der Dacia Dokker findet bei Menschen mit viel Platzbedarf Anklang. © Dacia/dpa-tmn/Handout

Wer viel Platz im Auto braucht und möglichst wenig Geld ausgeben möchte, könnte sich für gebrauchte Autos vom Typ Dacia Dokker interessieren. Wo liegen die Stärken und Schwächen des Modells?

Berlin - Der Dokker ist der Hochdachkombi der rumänischen Renault-Tochter Dacia. Er zählt zu den geräumigsten Pkw, außerdem ist er ein sehr preisgünstiger Gebrauchtwagen.

Jedoch, so steht es im „Auto Bild Tüv-Report 2022“, neigten viele Halter dazu, die Wartung schleifen zu lassen. Das trägt dazu bei, dass das praktische Modell bei der Hauptuntersuchung (HU) in vielen Disziplinen patzt.

- Modellhistorie: Der Dokker kam zum Jahreswechsel 2012/2013 zum Einstiegspreis von 8990 Euro in den Handel. 2020 stellte Dacia die Produktion ein. Der auf der gleichen Plattform fahrende Renault Express hat im Frühjahr 2021 gewissermaßen die Nachfolge angetreten.

- Karosserievarianten: Der Dokker ist ein Hochdachkombi im Format des Renault Kangoo und des VW Caddy. 2014 kam die optisch auf Geländewagen getrimmte Version Stepway mit Beplankung an Radläufen und Seitenschwellern heraus, die aber keine erhöhte Bodenfreiheit hat. Es gibt auch eine Variante für Gewerbetreibende mit erweitertem Ladevolumen und dem Beinamen Express.

- Abmessungen (laut ADAC): 4,36 m x 1,75 m x 1,81 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 800 l bis 3000 l

- Stärken: Der Dokker ist funktional. Das sieht man an den seitlichen Schiebetüren und der asymmetrisch geteilten Hecktür, dem großen Stau- und Innenraum. Laut „Auto Bild Tüv-Report 2022“ fallen Antriebswellen, Achsfedern und Dämpfung mit Mängelquoten um den Durchschnitt herum nicht weiter auf. Die Auspuffanlage erweist sich als haltbar. Rost stellen die Gutachter am Dokker so gut wie nie fest - was bei jungen Fahrzeugen aber auch verwunderlich wäre.

- Schwächen: Aufgrund ungenügender Wartung macht der günstige Kastenwagen beim Tüv oft keinen guten Eindruck, er werde von seinen Haltern „in vielen Fällen hart rangenommen“. Die Achsaufhängung weist ab der zweiten HU erhöhte Mängelquoten auf. Bereits vom ersten Check an sind die Bremsscheiben zu oft verschlissen, und die Beleuchtung patzt in jedem Prüfpunkt. Die Abgasuntersuchung (AU) wird früh zum Prüfstein, Ölverlust wird häufig festgestellt.

- Pannenverhalten: Der ADAC verortet den Dokker in seiner Pannenstatistik auf guten und sehr guten Plätzen, nur Exemplare des Erstzulassungsjahres 2018 landen im Mittelfeld. Statistisch markanter Pannenschwerpunkt sind die Zündschlösser bei Autos von 2016.

- Motoren: - Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 61 kW/83 PS bis 95 kW/131 PS; - Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 55 kW/75 PS bis 70 kW/95 PS; LPG (Autogas): 59 kW/80 PS bis 79 kW/107 PS.

- Marktpreise laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern:

- Dokker 1.6 SCe 100 Essential (2016); 75 kW/102 PS (Vierzylinder); 80.000 Kilometer; 5775 Euro. - Dokker 1.5 dCi 75 eco Ambiance (2017); 55 kW/75 PS (Vierzylinder); 81.000 Kilometer; 7500 Euro. - Dokker 1.0 SCe LPG 110 Essential (2019); 80 kW/109 PS (Vierzylinder); 40.000 Kilometer; 9025 Euro. dpa

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