Vignette oder Gebühr

Maut in Europa: Auf diesen Straßen müssen Sie zahlen

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Während in Deutschland noch über die Pkw-Maut diskutiert wird, müssen deutsche Autofahrer auf vielen ausländischen Autobahnen bereits zahlen. Die wichtigsten Länder im Überblick.

Egal ob Österreich, Frankreich oder Polen, in allen drei Ländern müssen Autofahrer für Maut zahlen, wenn sie die Autobahn nutzen wollen. Und das sind nicht die einzigen Länder in Europa, die Autofahrer zur Kasse bitten.

Maut in Österreich

Bis auf wenige Ausnahmen müssen Autofahrer auf österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen Maut zahlen. Kontrolliert wird dies via Vignette, die vor Nutzung der Straßen gekauft werden muss. Diese gibt es für unterschiedliche Zeiträume: ein Jahr, zwei Monate oder zehn Tage. Die Vignette muss sichtbar hinter der Windschutzscheibe angebracht werden.

Seit Oktober 2017 ist auch eine digitale Vignette auf der Webseite der ASFINAG erhältlich. Sie ist an das Kennzeichen des Autos gebunden und frühestens ab 18 Tage nach der Bestellung gültig. Daher sollten Sie diese rechtzeitig kaufen.

Zusätzlich werden auf einigen besonders befahrenen Autobahnabschnitten weitere Gebühren erhoben. Auch Tunnel und Privatstraßen sind teils gebührenpflichtig.

Pkw

Gespann

Motorrad

Wohnmobil

Jahres-Vignette

89,20 Euro

89,20 Euro

35,50 Euro

89,20 Euro

2-Monats-Vignette

26,80 Euro

26,80 Euro

13,40 Euro

26,80 Euro

10-Tages-Vignette

9,20 Euro

9,20 Euro

5,30 Euro

9,20 Euro

Maut in Frankreich

Auch in Frankreich sind fast alle Autobahnen gebührenpflichtig. Auf Nationalstraßen und Départementstraßen müssen Sie nicht zahlen. Dabei wird die Maut aufgrund der zurückgelegten Entfernung erhoben. Allerdings spielen auch Höhe und Gewicht des Fahrzeugs eine Rolle bei der Berechnung. Extragebühren werden für einige Brücken und Tunnel fällig.

Zudem fallen für einige Brücken und Tunnel Extragebühren an. Gezahlt wird an Mautstationen – oder auf Wunsch auch mit den elektronischen Mautbox-Systemen Liber-t und TIS-PL.

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Maut in der Schweiz

Die Schweiz setzt wie Österreich auf eine Vignette. Diese muss für Autobahnen und Nationalstraßen gekauft werden. Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen müssen Fahrer eine Jahres-Autobahn-Vignette erstehen. Diese kostet aktuell 40 Franken (Stand Mai 2018: rund 33,50 Euro). Die Vignette muss sichtbar an der Windschutzscheibe angebracht werden. Haben Sie einen Anhänger an Ihrem Auto, benötigen Sie eine zusätzliche Vignette. Neben der normalen Vignette können noch zusätzliche Gebühren für bestimmte Straßentunnel anfallen.

Maut in Spanien

In Spanien sind nur bestimmte Strecken gebührenpflichtig. Betroffen sind in der Regel privat betriebene Strecken. Auf Schnellstraßen fallen z. B. keine Mautgebühren an. Berechnet wird die Maut nach der Länge der zurückgelegten Strecke. Die Gebühr variiert aber auch nach Tageszeiten und ist von Wochen oder auch Feiertagen abhängig.

Bezahlt werden kann via Bargeld oder Kreditkarte und auf den wichtigsten Autobahnen über eine elektronische VIA-T-Box. Diese wird am Fahrzeug befestigt und Gebühren automatisch abgerechnet. Hier sollte Sie sich aber im Voraus über die genauen Modalitäten informieren.

Maut in Italien

In Italien wird auf fast allen Autobahnen Maut erhoben. Wie in Frankreich und Spanien hängt die Höhe von den gefahrenen Kilometern ab. Schnellstraßen sind allerdings kostenlos. Dafür fallen für Tunnel und Brücken Gebühren an.

In Italien gibt es auch für Touristen die Möglichkeit, die Maut per Mautbox Telepass zu bezahlen. Damit öffnet sich die Schranke an der Mautstation automatisch und die Bezahlung erfolgt ohne Bargeld.

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Maut in Portugal

In Portugal kosten fast alle Autobahnen etwas. Die Höhe der Maut richtet sich nach der gefahrenen Strecke. Die Gebühren werden entweder an Mautstationen oder mit Hilfe eines elektronischen Systems erhoben. In Portugal heißt das System ViaVerde.

Maut in Griechenland

Auch hier sind die meisten Autobahnen gebührenpflichtig. Gezahlt wird an Mautstationen, und zwar entweder per Kreditkarte, Bankkarte oder in Bar. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Kleingeld.

Maut in Kroatien

Das Mautsystem in Kroatien ist streckenbasiert und gilt für alle Autobahnen. Sondergebühren gibt es für einige Tunnel und Brücken. Die Gebühren sind entweder bar in Landeswährung oder elektronisch per Electronic Toll Collection (ETC) zu zahlen.

Maut in Polen

Autobahnen in Polen sind in der Regel mautpflichtig. Zusätzlich müssen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen auch auf Schnell- und Bundesstraßen zahlen.

Maut in Tschechien

Bis auf wenige Ausnahmen müssen Sie in Tschechien auf allen Autobahnen und Schnellstraßen zahlen. Dabei wird wie in Österreich eine verwendet. Diese gibt es für ein Jahr, einen Monat oder zehn Tage. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen kommt eine streckenabhängige Maut hinzu. Erhältlich sind die Vignetten an den Grenzübergängen sowie an Tankstellen und Postämtern. Motorräder sind von der Maut ausgenommen.

Pkw

Gespann

Wohnmobil

Jahres-Vignette

61,00 Euro

61,00 Euro

61,00 Euro

Monats-Vignette

18,00 Euro

18,00 Euro

18,00 Euro

10-Tages-Vignette

13,00 Euro

13,00 Euro

13,00 Euro

Maut in Slowenien

Slowenien hat ein sehr ähnliches System wie Tschechien: Pkw unter 3,5 Tonnen brauchen eine Vignette, schwerere Fahrzeuge müssen zusätzlich zahlen. Ausnahme der Vignettenpflicht ist der Karawankentunnel.

Erhältlich ist die Vignette für sieben Tage, einen Monat, ein halbes oder ganzes Jahr an vielen grenznahen Tankstellen in Österreich.

Erfahren Sie hier, welche Autos die meisten Pannen haben.

Klasse 1 (Motorräder)

Klasse 2A (Kfz bis 3,5t zGG und unter 1,3 m an der Vorderachse und Wohnmobile bis 3,5 t zGG)

Klasse 2B (Kfz unter 3,5t zGG und über 1,3 m an der Vorderachse)

Jahres-Vignette

55,00 Euro

110,00 Euro

220,00 Euro

Halbjahres-Vignette

30,00 Euro

-

-

Monats-Vignette

-

15,00 Euro

60,00 Euro

7-Tages-Vignette

7,50 Euro

15,00 Euro

30,00 Euro

Maut in Slowakei

Pkw bis zu 3,5 Tonnen brauchen eine Vignette, da Autobahnen und Schnellstraßen kostenpflichtig sind. Seit 1. Januar 2016 gibt es die Vignette nur noch in elektronischer Form. Sie kann online oder über eine App für Android beziehungsweise iPhone bezogen werden. Motorräder sind von der Maut ausgenommen.

Pkw

Gespann

Wohnmobil

Jahres-Vignette

50,00 Euro

50,00 Euro

50,00 Euro

30-Tages-Vignette

14,00 Euro

14,00 Euro

14,00 Euro

10-Tages-Vignette

10,00 Euro

10,00 Euro

10,00 Euro

Maut in Ungarn

Für eine Fahrt auf ungarischen Autobahnen benötigen Sie eine E-Vignette. Diese gibt es für ein Jahr, einen Monat oder zehn Tage. Sie ist wird elektronisch überprüft und ist an das Kennzeichen des Fahrzeuges gekoppelt.

Kategorie D1 (Motorräder, Pkw bis 3,5 t zGG, auch mit Anhänger)

Kategorie D2 (Kfz bis 3,5 t zGG und über 7 Sitze, Wohnmobile)

Kategorie B2 (Busse)

Kategorie U (Anhänger von Fahrzeugen der Klasse D2 und B2)

Jahres-Vignette

42.980 Forint (rund 137 Euro)

42.980 Forint

199.975 Forint

42.980 Forint

Monats-Vignette

4.780 Forint (rund 15 Euro)

9.560 Forint

21.975 Forint

4.780 Forint

10-Tages-Vignette

2.975 Forint (rund 9,50 Euro)

Motorräder: 1.470 Forint (rund 4,70 Euro)

5.950 Forint

13.385 Forint

2.975 Forint

Mautfreie Länder

In folgenden Ländern werden bis auf Ausnahmen in einigen Städten oder Tunneln und Brücken keine Mauten für Pkw bis 3,5 Tonnen erhoben: Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Großbritannien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Schweden, Zypern.

anb

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen.
Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen. © Kreispolizeibehörde Viersen
Die Raser-Taube hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können.
Die "Raser-Taube" hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können. © Stadt Bocholt
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Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen. © Polizei Essen
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Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden. © Polizei Dortmund
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Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
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