Verkehrsrecht

Darf ich auch ohne Kind auf einem Mutter-Kind-Parkplatz stehen?

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In vielen Parkhäusern gibt es sie: die Mutter-Kind-Parkplätze. Aber dürfen da wirklich nur Eltern mit Kindern parken?

In vielen Parkhäusern und auf Supermarkt-Parkplätzen sieht man sie: die Mutter-Kind-Parkplätze. Wie der Name schon sagt, dürfen nur Eltern mit Kind dort stehen, aber stimmt das?

Familien mit Kind freuen sich über die sogenannten Mutter-Kind- bzw. Eltern-Kind-Parkplätze direkt am Eingang des Einkaufszentrums oder Supermarkts. Dennoch nutzen auch immer wieder Autofahrer ohne Kind die praktischen Stellflächen. Begehen sie dabei eine Ordnungswidrigkeit? Wir klären auf.

Warum gibt es Mutter-Kind-Parkplätze?

Die besonderen Parkplätze sollen es Eltern erleichtern, mit Kindern zum Beispiel einzukaufen. Die Stellflächen sind in der Regel in unmittelbarer Nähe zum Eingang und etwas breiter als "normale" Parkplätze. Dies soll das Ein- und Aussteigen mit Kindern erleichtern.

Vor allem an Einkaufszentren, Krankenhäusern und Supermärkten sind Stellflächen als Mutter-Kind- bzw. Eltern-Kind-Parkplätze ausgewiesen.

Lesen Sie auch: Dürfen Männer auch auf Frauenparkplätzen parken?

Darf ich ohne Kinder auf einem Mutter-Kind-Parkplatz stehen?

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) in Deutschland kennt allerdings keine Mutter-Kind-Parkplätze. Dementsprechend können keine Buß- oder Verwarngelder gegen "Falschparker" ausgesprochen werden.

Diese Art von Parkplätzen gibt es also nur auf Privatgelände. So weisen Betreiber von Parkhäusern oder Privatparkplätzen Stellflächen speziell für Eltern mit Kind aus. Falschparker können abgeschleppt werden und müssen damit rechnen, die Kosten dafür zu tragen. Betreiber können auch ein Hausverbot aussprechen.

Wird an der Parkplatzeinfahrt allerdings darauf hingewiesen, dass die StVO gilt, hat er keine Handhabe gegen Fehlverhalten. Denn das Schild für Mutter-Kind-Parkplätze ist nicht im Verkehrszeichenkatalog des Bundes eingetragen und ein Verstoß dagegen kann nicht geahndet werden. Dennoch gebietet der Anstand, dass solche Parkplätze wirklich nur Eltern mit Kindern vorbehalten sind.

Auch interessant: Mutter parkt auf Behindertenparkplatz und erhält beschämenden Zettel.

anb

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1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone
1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone © ADAC Motorwelt
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken © ADAC Motorwelt
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln © ADAC Motorwelt
4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren
4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren © ADAC Motorwelt
5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten
5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten © ADAC Motorwelt
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6. Parkscheinautomat kaputt: Nicht zahlen, einfach parken © ADAC Motorwelt
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7. Auf Parkplätzen immer auf die Regel "rechts vor links" vertrauen © ADAC Motorwelt
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8. Hupen, weil der Vordermann nicht schnell genug losfährt © ADAC Motorwelt
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9. Ein Abblendlicht defekt: Erst mal weiterfahren © ADAC Motorwelt
10. Musik im Auto voll aufdrehen
10. Musik im Auto voll aufdrehen © ADAC Motorwelt
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