Mini Paceman

Paceman: Mini macht den Po knackiger

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Horizontal statt vertikal: Die neuen Heckleuchten im Paceman.

Mit dem Paceman kommt jetzt die siebte Modellvariante des Kultautos. Ob das ein Glücksfall ist? Wir haben das viersitzige Coupé getestet. 

Mystische Kräfte sagt man der Zahl Sieben nach: In sieben Tagen hat Gott die Welt erschaffen, Schneewittchen wohnte bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen und aus der Verhaltensforschung weiß man heute, dass die Lieblingszahl der meisten Menschen die Sieben ist. Bringt die Zahl also auch dem Mini Paceman Glück? Der nämlich ist die siebte Modellvariante der britischen BMW-Tochter und steht ab März 2013 beim Händler.

Schön anzusehen: Der Mini Paceman.

Schon optisch scheint das Glück dem neuen Mini hold. Wirklich schön! Mit seiner hohen Gürtellinie und dem nach unten gezogenen Dach (wahlweise in in Wagenfarbe, Weiß oder Schwarz) erinnert der Paceman an einen Range Rover Evoque – dessen großer Erfolg hatte bekanntlich die gesamte Branche überrascht. Bei Mini selbst betont man jedoch lieber die Verwandtschaft des Paceman zum BMW X6 und dem Bruder Countryman. Den gab es bislang als einzigen in der Mini-Familie mit Allradantrieb – nun ist der auch im Neuen erhältlich.

Der Paceman ist allerdings deutlich sportlicher anzusehen. Das ist gewollt, will man doch mit dem 4,11 Meter langen Mini diejenigen ansprechen, denen die sportive Komponente am Countryman fehlte. Auffällig sind neben der gestreckten Seitenlinie des Zweitürers vor allem die Heckleuchten, die erstmals bei Mini horizontal ausgerichtet wurden. In Kombination mit der großen Heckklappe verleiht dies dem Mini-Popo optische Breite. Und dann ist da noch der Schriftzug, der hinteren Fahrern gleich anzeigt: Hier düst ein Mini Paceman davon!

Die Logik hat gesiegt: Endlich sind die Fensterheberknöpfe wieder in den Türen.

Innen bekommt der Fahrer typisches Mini-Ambiente, etwa das große, runde Zentralinstrument mit dem integrierten Multimedia-Display. Die Serienausstattung des Paceman enthält vorn Sportsitze – die wirken nicht nur ästhetisch, sie sind zudem bequem und vermitteln guten Seitenhalt. Will man auf die hinteren beiden Plätze gelangen, empfiehlt sich aber eine gewisse Gelenkigkeit – der Paceman ist eben ein Zweitürer. Sein Kofferraum ist mit 330 Litern eher übersichtlich, lässt sich aber durch das Umklappen der Fondlehnen auf bis zu 1080 Liter erweitern.

Erleichtert stellt man nun fest, dass die Knöpfe für die Fensterheber endlich in die Türen integriert wurden. Die vormals lästige Suche im Cockpit entfällt. Ein Kundenwunsch. Gut so! Die abgespeckte Zahl der Knöpfe in der Mittelkonsole sorgt zudem für mehr Übersichtlichkeit. Und – angenehmer Nebeneffekt – die Ablage darunter ist gewachsen.

Viel Platz

Gute Laune stellt sich dann bei der Testfahrt durch das mallorquinische Gebirge Serra de Tramuntana ein: Wir haben im Cooper S Paceman Platz genommen. Der serienmäßig tiefer gelegte Mini hat 184 PS unter der Haube, seine Höchstleistung wird bei einer Drehzahl von 5500 U/min erreicht. Souverän klettert der Paceman die Berge hinauf, macht Tempo. In den vielen Kurven kommt Gokart-Feeling auf, die Lenkung wirkt wunderbar direkt, das Schalten ist dank der kurzen Wege reinstes Vergnügen. Mit dem optional verfügbaren Sport Button lässt sich der Fahrspaß noch steigern: Die Gasannahme erscheint noch flotter, das Fahrwerk noch straffer. So muss es sein!

Neben dem S-Modell (Beschleunigung von null auf 100 km/h in 7,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 212 km, Verbrauch kombiniert laut Mini bei 6,1 l) kann der Kunde zunächst noch zwischen einem kleineren Benziner mit 122 PS und zwei Dieselmotoren mit 112 PS und 143 PS wählen. Die günstigste Variante ist der Cooper D Paceman Diesel: Hier geht es los ab 25.500 Euro. Für unser getestetes Modell, den Cooper S Paceman, muss man mindestens 27.600 Euro hinlegen.

Fazit

Der Lifestyle-Allrader ist ein typischer Mini: Chic, edel, sportlich und immer etwas Besonderes. Ein Auto für den Städter, die sich es leisten können oder wollen. Die Nummer Sieben scheint für den Paceman ein gutes Omen.

K. Basaran

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