Sicherheitstipps der Polizei

Darauf müssen Biker zum Saisonstart achten!

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Ein Motorradfahrer fährt auf der Bundesstraße 11 zwischen Kochel am See und Walchensee in Oberbayern (Archivbild).

München - Schlimme Bilanz: 24 Motorradfahrer starben 2012 auf unseren Straßen. 922 wurden verletzt. Grund genug für das Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Sicherheits-Tipps zum Start in die Bike-Saison auszuarbeiten.

Erschreckend: Die Zahl der ums Leben gekommenen Motorradfahrer ist im vergangenen Jahr im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd um ein Fünftel gestiegen. In den meisten Fällen wurde zu hohe Geschwindigkeit für die Biker zum Todesurteil. Deshalb kündigt die Polizei zum beginn der anstehenden Zweirad-Saison vermehrte Radarkontrollen an - "besonders im Bereich der bekannten Rennstrecken", wie es in einer aktuellen Pressemitteilung heißt.

Neben strengen Kontrolln setzt das Präsidium auch auf Prävention. Zu den geplanten Veranstaltungen gehört am Samstag, 15. Juni, auch ein Informationstag mit ökumenischem Motorradgottesdienst am Sudelfeld geplant.

Im Rahmen seiner Informations-Offensive veröffentlicht das Präsidium auch wichtige Tipps für alle Biker: So bereiten Sie sich und Ihre Maschine auf die Motorradsaison vor!

Check-Up ist ein Muss! 

Nach der langen Standzeit über den Winter sollte unbedingt der technische Zustand des Motorrades überprüft werden. "Vor allem Bremsen, Reifen und die Beleuchtung sind neuralgische Punkte", betont die Polizei. Dass Biker nur mit einer Maschine im einwandfreien teschnischen Zustand losfahren, sollte Ehrensache sein!

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Schutzkleidung muss in Schuss sein!

Vor dem ersten Trip sollten Motorradfahrer auch ihre Schutzkleidung auf Beschädigungen überprüfen. Die Bekleidung sollte in einer möglichst auffälligen Farbe gehalten sein. Herzstück der Biker-Ausrüstung ist natürlich der Helm, der DIN-geprüft sein muss und keine versteckten "Fallverletzungen" haben darf. "Bei der Anschaffung von Helm und Schutzkleidung sollte man nicht sparen und auf Qualität achten", rät die Polizei. "Denn diese Ausrüstungsgegenstände sind im Falle eines Unfalles schließlich die einzige passive Schutzvorrichtung!"

Nicht gleich Vollgas geben!

Die Polizei empfiehlt außerdem, sich vor den ersten längeren Ausfahrten erst einmal mit Fahrübungen an die Maschine zu gewöhnen. Dazu kann man beispielsweise einen verkehrsarmen Platz aussuchen und hier einige Manöver, wie das Bremsen und Ausweichen, trainieren. So können die Zweirad-Fans sich gefahrlos wieder an das Zweirad gewöhnen.

Besonders wichtig ist dies bei den sogenannten "Wiedereinsteigern", also Fahrern, die lange Zeit nicht mehr mit dem Motorrad unterwegs waren und sich jetzt nach oftmals langjähriger Pause wieder ein Bike zulegen. Ein Fahrsicherheitstraining, wie es von vielen Automobilclubs oder Fahrschulen angeboten wird, sollte unbedingt angenommen und durchgeführt werden.

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Licht an!

Wichtig: Fahren mit Licht ist Vorschrift und trägt wesentlich zur passiven Sicherheit bei! Nicht nur im Nebel, bei einbrechender Dunkelheit oder im Morgengrauen!

Motorradfahrer haben keine Knautschzone!

Vorsicht! Im Falle eines Unfalls ziehen Motorradfahrer gegen Autos den Kürzeren. Im Gegensatz zum Pkw hat das Bike schließlich keine Knautschzone, die den Crash abfedert. Daher rät die Polizei: "Als Motorradfahrer muss man praktisch in jeder Sekunde des Fahrens mit Fehlern anderer rechnen. Vor allem damit, dass man einfach nicht wahrgenommen wird."

DieUnfallstatistik sollte allen Bikern zu denken geben: Über die Hälfte aller Verkehrsunfälle mit Motorradfahreren werden durch ein Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer verursacht. Oft werden die Biker ganz einfach übersehen.

Vorsicht sollten aber nicht nur die Motorradfahrer an den Tag legen: Auch Pkw-, Lkw- und Busfahrer sollten - gerade bei schönem Wetter - immer mit den Bikern rechnen!

fro

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