Rutschige Sache

Sommerreifen auf Eis und Schnee: Bußgeld und Punkte drohen

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Schnee und Glätte behindern den Verkehr - und das im April.

Der Winter ist kurzzeitig zurück und sorgt für glatte Straßen. Autofahrer sollten wachsam sein. Wer mit Sommerreifen fährt, riskiert nicht nur ein Bußgeld.

In einigen Regionen Deutschlands ist der Winter zurück auf Kurzbesuch. Was, wenn Autofahrer bereits auf Sommerreifen gewechselt haben? Die Rechtslage ist klar: Bei einem Wintereinbruch darf man mit Sommerreifen nicht fahren.

"In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht". Das sagt Jost Henning Kärger, Rechtsexperte vom ADAC. Ansonsten riskieren die Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einen Punkt. Diese Summe könne sich zudem erhöhen, wenn aufgrund des Verstoßes eine Behinderung, Gefährdung oder sogar eine Sachbeschädigung eintritt, erklärt Daniela Mielchen, Fachanwältin für Verkehrsrecht in Hamburg. Denn es gibt einen Unterschied zwischen Winter - und Sommerreifen.

Denn rein rechtlich gebe es keinen festgelegten Zeitraum im Jahr, in dem eine "Winterreifenpflicht" gilt. Es kommt allein auf die tatsächlichen Witterungsverhältnisse an, erklärt Mielchen. Nicht nur Bußgeld und Punkte drohen: "Es könnte bei einem Unfall zu einer Kürzung der Kaskoversicherungsleistungen kommen", weiß ADAC-Mann Kärger. Er rät Autofahrern, abzuwarten, bis sich die winterlichen Straßenverhältnisse wieder gelichtet haben. Pendler, die bereits auf Sommerreifen fahren, sollten die Wetterprognosen berücksichtigen und sich im Zweifel frühzeitig alternative Transportmöglichkeiten suchen.

dpa/tmn

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