Streit um Aufspaltung des Bahnkonzerns

Berlin - Die Zugausfälle und Verspätungen vor allem im Winter haben den Streit über eine Aufspaltung des Bahnkonzerns neu entfacht. So könnte das Vorhaben aussehen:

Der Vorsitzende der beratenden Monopolkommission der Bundesregierung, Justus Haucap, empfahl am Mittwoch eine “weitestgehende Entflechtung“ des Gleisnetzes aus dem Konzernverbund.

Kurzfristig sollten die Gewinnabführungen der Netztochter an den Mutterkonzern gekappt werden, sagte er bei einer Anhörung des Bundestags-Verkehrsausschusses in Berlin. SPD, Grüne und Linke bekräftigten, die Bahn solle die vorgesehene jährliche Dividende von 500 Millionen Euro für den Bund als Eigentümer investieren können.

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, wandte sich gegen eine Abspaltung des Gleisnetzes. “Mit einer Trennung wäre das Winterchaos noch größer.“ Die wahren Probleme seien zu wenig Geld für die Netzmodernisierung sowie Fahrzeugmängel. Bahn-Finanzvorstand Richard Lutz sagte: “Es gibt keinen Anlass für Experimente und Abenteuer mit ungewissem Ausgang.“

Der Bahn machten zuletzt vor allem bei Eis und Schnee massive Technikprobleme zu schaffen. Wegen Mängeln an Achsen müssen ICE-Züge viel öfter zu Sicherheitsprüfungen in die Werkstätten als vorgesehen. Dadurch gibt es kaum Fahrzeugreserven bei Störungen.

dpa

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