Tausende Biker zum Elefantentreffen erwartet 

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Rund 3500 Motorradfahrer aus zahlreichen europäischen Ländern treffen sich jährlich beim legendären Elefantentreffen im Bayerischen Wald .

Thurmansbang - Zelte, Lagerfeuer, Fachsimpelei: Motorradfahrer aus ganz Europa wollen an diesem Wochenende beim 56. Elefantentreffen im Bayerischen Wald wieder den eisigen Temperaturen trotzen.

Die ersten kälteresistenten Biker seien schon im niederbayerischen Thurmansbang (Landkreis Freyung-Grafenau) angekommen, sagte Michael Lenzen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Motorradfahrer (BVDM), am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Hauptanreisetag sei aber der Freitag, richtig viel los werde dann am Samstag sein.

„Die Hinfahrt allein ist für viele schon ein großes Abenteuer“, sagte Lenzen. Die weiteste Anreise hatte vergangenes Jahr ein Biker aus Russland - er war rund 5600 Kilometer nach Niederbayern gefahren. Auch heuer soll wieder der Motorradfan mit der weitesten Anreise gekürt werden - ebenso wie der älteste und der jüngste Teilnehmer. Das besondere an dem Treffen sei die Jahreszeit, erläuterte Lenzen. „Im Sommer kann das jeder, im Winter eben nicht.“

Wie im vergangenen Jahr erhitzt allerdings schon vor dem Treffen die Winterreifenpflicht für Motorräder die Gemüter der Biker. Für die meisten Modelle gebe es solche Reifen gar nicht, kritisierte Lenzen. Er befürchtet, dass viele Motorradfans wegen der Regelung in diesem Jahr zu Hause bleiben. Der Verband stehe im Dialog mit dem Bundesverkehrsministerium und hoffe auf eine Lösung.

In der Vergangenheit kamen oftmals um die 5.000 Motorradfahrer zum Elefantentreffen, die größte Gruppe sind dabei nach den Deutschen meist die Italiener. Aber auch Engländer, Franzosen, Spanier oder Niederländer zieht es immer wieder in den Bayerwald. Laut BVDM handelt es sich um das weltweit älteste und größte Wintertreffen für Motorradfahrer. Die erste Zusammenkunft gab es 1956 bei Stuttgart. Damals kamen Fahrer der Zündapp-Gespanne KS 601 zusammen. Die Maschinen wurden als „Grüne Elefanten“ bezeichnet - daher der Name.

dpa

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