Gefahr in der Nacht

Tödliches Risiko Sekundenschlaf

+
Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden.

München - Zum Wochenende starten viele Familien in den lange ersehnten Sommerurlaub. Auf Bayerns Autobahnen droht wieder das Chaos, bei Nachtfahrten lauert die Gefahr des tödlichen Sekundenschlafs.

Viele Urlauber beginnen die Ferien mit einer Nachtfahrt. Die Autobahnen sind dann weniger voll. Doch im Dunkeln drohen eine Menge Gefahren wie der Sekundenschlaf, warnte der ADAC.

Der Schlafforscher Roland Popp von der Universität Regensburg gab Tipps, wie man das gefährliche Einnicken am Steuer vermeiden kann. „Zwischen drei und fünf Uhr morgens passieren die häufigsten Unfälle. Es besteht ein erhöhtes Risiko, wenn der Beifahrer schläft. Gespräche sind hilfreich“, so Popp.

Ein voller Magen bei Fahrtantritt macht müde und schwächt unnötig. Deshalb sollten kleine Snacks und ausreichend Getränke mit an Bord sein. Bei Augenbrennen oder Gähnen müssen die Alarmglocken schrillen. Alle zwei Stunden eine Pause, frische Luft sowie Dehnungs- und Lockerungsübungen machen wieder fit. Wenn gar nichts mehr geht, empfiehlt sich ein Kurzschlaf von etwa 20 Minuten oder, falls möglich, ein Wechsel des Fahrers.

Wer bei Tag aufbricht, verringert das Risiko, braucht aber länger. Der Bettenwechsel zwingt viele Urlauber zur Anreise am Wochenende. Die Staufalle ist programmiert. Vor allem auf der A9 Nürnberg in Richtung München, der Ost-Umfahrung München (A99) in Richtung Salzburg, der A8 in Richtung Salzburg und der A93 Inntaldreieck nach Kufstein rechnet der ADAC wegen diverser Baustellen mit viel Verkehr. Von Schleichwegen raten Experten dringend ab, weil sie meist überlastet sind.

Mit diesen Promis stehen wir gerne im Stau

Wer mit dem Auto in den Urlaub unterwegs ist, kann auf Stau verzichten. Doch wenn es trotzdem soweit kommt, hilft Geduld oder gute Gesellschaft. Mit Sebastian Vettel würden die Deutschen, laut einer Umfrage von CosmoDirekt, am liebsten im Stau stehen. Jeder Fünfte wünscht sich den Formel-1-Weltmeister beim Warten im Auto an seiner Seite. © dpa
18 Prozent der Befragten würden die Wartezeit gern durch ein Gespräch mit dem neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck verkürzen. © dpa
Oder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (18 Prozent) über die Lage der Nation diskutieren. © dpa
Fachsimpeln über den deutschen EM-Kader möchten dagegen nur wenige: Für lediglich 15 Prozent wäre Joachim Löw der ideale Stau-Begleiter. © dpa
Biathletin Magdalena Neuner steht auch als Beifahrerin hoch im Kurs: Knapp jeder Dritte (30 Prozent) würden gerne neben der Weltmeisterin sitzen. © dpa
Mit Talkmasterin Sandra Maischberger würden sogar 19 Prozent gerne plaudern. © dpa
Weniger gefragt ist hingegen die Gesellschaft von Heidi Klum: Nur acht Prozent hätten die Moderatorin während eines Staus gern im Auto dabei. © dpa

ADAC-Stauberater Josef Maurus kennt die Fehler von Reisenden genau. Er rät zu einer sorgfältigen Planung, vor allem wenn Kinder dabei sind. Diese werden beim Autofahren oft unruhig. Die Lage entspannt sich durch regelmäßige Pausen. Bei längeren Reiserouten können Zwischenstopps mit Übernachtung zum Familienfrieden beitragen.

Grundsätzlich sollten sich Autofahrer ausgeschlafen hinters Steuer setzen. Wer den Verkehrsfunk der Radiostationen regelmäßig eingeschaltet hat, kann seine Pausen besser planen und kilometerlange Staus besser umgehen.

von Jörg Bullinger

Mehr zum Thema:

Sekundenschlaf: Jetzt passt das Auto auf

Ford: Müdigkeitswarner für vier Modelle

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Fahren E-Autos wirklich anders als "normale" Autos?
Fahren E-Autos wirklich anders als "normale" Autos?
Mit diesen fünf Tipps bekämpfen Sie die Langeweile im Stau
Mit diesen fünf Tipps bekämpfen Sie die Langeweile im Stau
Dafür steht das "E" auf Auto-Kennzeichen wirklich
Dafür steht das "E" auf Auto-Kennzeichen wirklich
Limitierter Luxus-Flitzer: Von diesem Auto wird es nur 40 Stück geben
Limitierter Luxus-Flitzer: Von diesem Auto wird es nur 40 Stück geben

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.